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"Region schafft Zukunft" : Ein Zentrum für alle Generationen

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Wie der demografische Wandel in Nordfriesland zu meistern sein könnte.

shz.de von
erstellt am 15.Jul.2009 | 07:17 Uhr

Nordfriesland | Bereits 2007 wurden unter dem Motto "Region schafft Zukunft" in den neuen Bundesländern zwei Modellvorhaben ins Leben gerufen, mit dem Ziel, ländliche Räume auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Inzwischen haben mit Nordfriesland und dem Werra-Meißner-Kreis auch zwei Landkreise der alten Bundesländer die Chance bekommen, von diesem Modellvorhaben zu profitieren (wir berichteten).

Da die Juroren des Bundeswettbewerbs den Kreis Nordfriesland nur vom "grünen Tisch" kannten, machten sich Vertreter sechs verschiedener Organisationen, die das Vorhaben weiterhin begleiten werden, in den hohen Norden auf. Hier erörterten sie bei einem Arbeitstreffen mit Vertretern des Kreises, an dem auch Landrat Dieter Harrsen und Kreispräsident Albert Pahl teilnahmen, erste Einzelheiten der Umsetzung des Modellvorhabens.

Im Husumer Kreishaus war die Teilnahme am Wettbewerb maßgeblich von Adelheit Marcincyk aus dem Amt für Jugend, Soziales, Arbeit und Senioren des Kreises vorbereitet worden. Sie war es auch, die den Kreis Nordfriesland sowie elf Projekte im Rahmen des Wettbewerbes präsentiert hatte. Gemeinsam mit Amtsleiterin Dr. Gabriele Lamers informierte Marcinczyk nun die Gäste über einige konkrete Modellprojekte.
Masterplan für Infrastruktur im Kreis erarbeiten
Nach der Besichtigung des künftigen Wilhelminen-Hospizes in Niebüll ging die Reise nach Föhr, wo das Projekt "Mehr-Generationen-Wohnen - gemeinsam statt einsam" im Mittelpunkt stand: In Wyk sollen auf einer Fläche von etwa 4000 Quadratmetern in ökologischer Bauweise 20 Wohneinheiten für Familien und Alleinstehende jeden Alters sowie ein öffentliches Gemeinschaftsgebäude mit Büros, Regionalladen und anderen Einrichtungen entstehen. Dank "Bingo-Lotto" sei eine Machbarkeitsstudie möglich gewesen und dabei ein Raum- und Nutzungskonzept für das Projekt entstanden.

Die Föhrer erfuhren während des Beisammenseins mit den Besuchern vom Festland, dass neben den elf Einzelvorhaben in Nordfriesland, als "gelebte Beispiele", auch ein Masterplan für die Infrastruktur des Kreises Nordfriesland erarbeitet werden soll. "Wir erhoffen uns einen breiten Beteiligungsprozess bei der Gestaltung des demografischen Wandels", betonte Gabriele Lamers. Sie konnte jedoch den Föhrern auch versichern, dass ihre Beteiligung an "Region schafft Zukunft" nicht mit unzähligen Fahrten nach Husum verbunden sein wird.

Während ihrer Nordfriesland-Visite besichtigten die Gäste auch das Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerk in Husum, wo das Projekt "Zukunftswerkstatt Lebensplanung" vorgestellt wurde.

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