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Anreize schaffen : Ein Zeichen in Richtung Flugplatz

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Leck will nördlich der Klixbüller Chaussee ein Neubaugebiet schaffen – und verdeutlichen, „dass etwas passiert“

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 08:45 Uhr

Der Infrastruktur- und Umweltausschuss der Gemeinde Leck hat die Weichen für ein neues Wohnbaugebiet gestellt: In seiner jüngsten Sitzung hat das Gremium für das Gebiet östlich des Flugplatzes, westlich Mühlenberg und nördlich der Klixbüller Chaussee (B 199) einstimmig einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst.

Damit will die Gemeinde zum einen die Nachfrage nach Baugrundstücken decken können. Im Baugebiet Mühlenberg seien 26 Grundstücke verkauft und drei reserviert: „Die Gemeinde muss dringend für neue Baugrundstücke sorgen, damit Interessierte nicht in die Nachbargemeinden abwandern“, verdeutlichte Lecks stellvertretender Bürgermeister Ingo Scholz.

„Zum anderen wollen wir ein Zeichen nach außen setzen, dass wir tätig und aktiv sind“, sagte der Ausschussvorsitzende Roland Mader. „Das Vorhaben soll eine Anstoßwirkung haben mit der Botschaft: In Richtung Flugplatz passiert etwas“, ergänzte Scholz. Er betonte zudem, die Landesplanung in Kiel finde es „sehr gut“, wenn sich Leck von außen nach innen entwickle.

Zum Hintergrund: „Da in der Gemeinde nur sehr geringe Innenentwicklungspotentiale vorhanden sind, besteht nur die Möglichkeit einer Baulandentwicklung in den Außenbereich hinein“, heißt es in der Beschlussvorlage. Aufgrund der naturräumlichen Lage seien die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde jedoch auch hier stark eingeschränkt. Vor dem Hintergrund der Entwicklung einer Nachnutzung auf der Konversionsfläche Flugplatz sei die Ausweisung einer Wohnbaufläche in dem Gebiet und die damit verbundene bauliche Erweiterung der Ortslage in diesem Zwischenbereich als städtebaulich sinnvoll anzusehen, heißt es weiter.

Das zu überplanende Gebiet befindet sich laut Scholz „vor dem Zaun“ des Gebiets des ehemaligen Flugplatzes und sei nicht von den für dieses Gebiet ausgesprochen Auflagen des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume berührt.

Der gültige F-Plan stellt das Plangebiet als Fläche für die Landwirtschaft und Sondergebiet Bund dar. Durch die Aufstellung der 19. Änderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Südtonderns Bauamtsleiter Udo Schmäschke zufolge seien auf dem Plan-Gebiet rund 30 weitere Baugrundstücke denkbar. Es sei der richtige Weg, frühzeitig Gespräche mit den Eigentümern – das Gebiet gehört nicht der Gemeinde, sondern ist in Privatbesitz – zu führen, Lösungen zu finden und Vorverträge auszuarbeiten, genauso die Anwohnerschaft einzubeziehen. In etwa anderthalb Jahren könne das Verfahren über die Bühne sein: „Das Baugebiet „Neuer Friedhof“ wird jedoch vermutlich eher erschließungsreif sein“, so Schmäschke. Der Stand dazu werde in der nächsten Sitzung des Infrastruktur- und Umweltausschusses vorgestellt.

 

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