Ein Zeichen für den Frieden

Pfadfinder geben das Friedenslicht weiter.
Pfadfinder geben das Friedenslicht weiter.

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22. Dezember 2015, 00:32 Uhr

Es war dunkel in der St. Willehad-Kirche. Nur vom Eingang her erhellte eine Kerze das Gotteshaus: Pfadfinder trugen das Friedenslicht aus Bethlehem in den Altarraum. Etwa 100 Kirchgänger feierten die Ankunft der Flamme mit Pastor Stefan Möbius in einem Aussendegottesdienst.

Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Seit 22 Jahren verteilen die Pfadfinderverbände in Deutschland dieses Licht in Form einer Stafette und geben es so weiter, dass es bis Weihnachten in möglichst vielen Haushalten und Einrichtungen ankommen kann.

In Kiel wurde das Friedenslicht bei einer Aussendefeier des Verbandes Christlicher Pfadfinder verteilt, 24 „Falken“ holten es am dritten Advent nach Leck und wirkten mit an der Gestaltung dieses Festgottesdienstes.

Das diesjährige Motto lautet „Hoffnung schenken, Frieden finden“. Es will ein Zeichen setzen für Gastfreundschaft und Menschen auf der Flucht. Deshalb wurden vier Asylbewerber eingeladen: Abel aus Eritrea, Nassibe aus Albanien, Nurollah aus Afghanistan und Aliyah aus dem Jemen. Mit dem Friedenslicht zündeten sie die Altarkerzen an und wiederholten das Motto in ihren Heimatsprachen. Auch die übrigen Besucher entzündeten ihre mitgebrachten Kerzen am Friedenslicht, formulierten ihre Wünsche und trugen es in ihre Häuser.

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