Ein visuelles und akustisches Erlebnis

Die Musiker aus England und Deutschland setzten sich authentisch in Szene.
Die Musiker aus England und Deutschland setzten sich authentisch in Szene.

Mit einer perfekten Tribute-Show überzeugte die deutsch-englische Band „Mind2Mode“ im ausverkauften Charlottenhof

shz.de von
27. Mai 2015, 13:59 Uhr

Gute Stimmung herrschte im ausverkauften Charlottenhof. Gleich drei der erfolgreichsten Live-Bands der Welt waren da. Nein, nicht die Beatles, Stones oder die Toten Hosen. Sondern eine Tributeband mit dem rätselhaften Namen „Mind2Mode“. Die größten Hits von U2, Depeche Mode und den Simple Minds wurden mit einer sagenhaften dreistündigen Show zelebriert. Mind2Mode nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise in die goldene Pop-Vergangenheit, das Publikum war daher altersmäßig gemischt.

Die Profi-Musiker aus England und Deutschland zeigten sich in original Outfits, dazu passend: die „Verwandlung“ von Frontman Steve Hempton in Jim Kerr, Dave Gahan und Bono – ein echtes visuelles und akustisches Erlebnis mit rasantem Kostümwechsel und drei separaten Sets. Mit dicken Komplimenten wurden sie schon vorher ausgezeichnet: „Ihr seid so gut, dass ihr es uns bald schwer macht“, sagte kürzlich Simple Minds-Frontman Jim Kerr über die Qualität von Mind2Mode. Die Fans im Charlottenhof sahen es genauso. Sie tanzten schon nach wenigen Minuten. Die Show startete mit viel Pfeffer. Hits wie „Alive & Kicking“, „Waterfront“ oder „Belfast Child“ lockten die Zuschauer aus der Reserve. Bereits nach dem Simple Minds-Set herrschte absolute Partystimmung.

Danach war es an der Zeit für elektronische Grooves mit Klassikern von Depeche Mode, der beliebtesten Elektronikband aller Zeiten. Super Vergnügen mit unbeschwertem, tanzbarem Synthie-Pop-Hits. Ein klasse Stilmix aus Rockmusik, akustischen Drumsets, verzerrten Gitarren, Gospel- und Soul-Fragmenten sowie elektronischen Klängen: Erste Höhepunkte des Abends mit „People are people“ und „Enjoy The Silence“. Die Botschaft des Abends: „I can’t understand what makes a man hate another man, help me understand!“ Kann es da noch eine Steigerung geben? Es konnte: U2! Der Namen sagt alles. Aufbauend auf den Rhythmen des Schlagzeugers und des Bassisten brillierten die Gitarristen mit einem eigenen experimentellen Gitarrensound, während der Sänger als charismatischer Frontmann der Band mit hymnischen Gesang glänzte. „Absolut authentisch“, freute sich Bärbel Nissen-Schütt vom Charlottenhof, die als U2-Fan die Band engagiert hatte. Ein Volltreffer. Der Höhepunkt des Abends waren die ewigen U2-Hits „With or without You“, „Beautiful day“ oder „Sunday Bloody Sunday“ – in der sich U2 mit dem Nordirlandkonflikt auseinandersetzte; mit dem Titel wird gleichermaßen auf den Osteraufstand von 1916 wie auf die Blutsonntage 1920 und 1972 angespielt.

Mind2Mode begeisterten die Zuschauer bei ihrer Premiere im Charlottenhof vor allem mit ihrer ungebremsten Spielfreude. Mit Zugaben wie „Don’t You“, und „Just Can't Get Enough“ ging es kurz vor Mitternacht in die Endrunde.

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