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Nordfriesland Tageblatt

21. November 2017 | 15:10 Uhr

Ein Treffpunkt feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Seit 40 Jahren bietet sie eine Vielfalt an Unterhaltung: Die Begegnungsstätte in Niebüll hat ihren Geburtstag mit Musik, Tanz und viel Lob begangen

In der Stadthalle wurde ein 40. Geburtstag begangen: Gefeiert wurde die einstige Altentagesstätte, die sich heute Begegnungsstätte nennt und eine Erfolgsgeschichte schreibt. Leitungsteam dieser Einrichtung ist eine Arbeitsgemeinschaft (AG) unter dem Vorsitz von Gunhild Loske. Der AG gehören die Evangelische Kirche, die Caritas, die Arbeiterwohlfahrt und das Rote Kreuz an. Pastor Dr. Christian A. Winter, Vize-Vorsitzender der AG, zeichnete den Werdegang dieser segensreichen Einrichtung auf.

Winter blätterte bis zum 23. November 1976 zurück, einen nasskalten, regnerischen und eher unbedeutenden Tag in einer Zeit, in der Muammar al-Gaddafi die VR Lybien gründete, die UN Angola als 146. Mitglied aufnahmen, Walter Scheel Bundespräsident war und Helmut Schmidt Bundeskanzler und Boney M. mit „Daddy Cool“ die Charts stürmten. Und in Niebüll geschah etwas, das bis heute Bestand hat: die Stadt, die beiden Kirchen, und die Wohlfahrtsverbände Awo und DRK gründeten die Arbeitsgemeinschaft Altentagesstätte, die Pastor Hans-Martin Nielsen zu ihrem Vorsitzenden wählte. Erklärtes Ziel war, den älteren Mitbürgern einen Treffpunkt zu schaffen, an dem sie sich frei und unabhängig treffen und sich an einer Vielfalt von Unterhaltung erfreuen können.

Am 25. Juli 1977 wurde diese Einrichtung im ehemaligen Schülerinnenheim der FPS eingeweiht. Seither herrschte zunächst an zwei, dann an drei Tagen der Woche reger Betrieb mit einem Programmnachmittag und Lotto sowie wechselnden Angeboten, denen sich ein Tanz- und ein Singkreis und weitere Gruppen hinzugesellten, von denen sich einige wieder auflösten. Die Spielnachmittage und der Programmnachmittag sind geblieben.

In 40 Jahren waren bisher 242 Helferinnen tätig. 2016 kamen 6017 Besucher in die Begegnungsstätte, davon 2750 zu den Angeboten der vier Einrichtungen der AG. Die Programmnachmittage wurden von 1606 Personen besucht. An 137 Nachmittagen leisteten 43 ehrenamtliche Helferinnen 1508 Einsatzstunden.

Zurzeit stehen (ergebnisoffene) Überlegungen an, die auf eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Hauses abzielen – oder auf einen Neubau. „Sicher ist nur, dass etwas Gutes herauskommen wird“, signalisierte Dr. Winter Zuversicht. Solange es eine Stadt gebe, die sich um ihre älteren Mitbürger sorgt und sich ehrenamtliche Helferinnen mit Liebe und Herzblut in diese Aufgabe einbringen, werde die Begegnungsstätte Bestand haben, „und um es biblisch zu sagen, Segen Schenken.“

Bürgervorsteher Uwe Christiansen würdigte das Mit- und Füreinander an und in dieser Einrichtung, dankte den „Ehrenamtlerinnen“ namens der Stadt. Die demografische Entwicklung werde zwar nicht mehr aufzuhalten sein, und den immer mehr werdenden Älteren werden immer weniger Jüngere gegenüber stehen. Doch man müsse es auch als großartig empfinden, „dass wir länger fit und gesund bleiben.“ Der Bürgervorsteher plädierte für eine enges Miteinander der Generationen. Die Niebüller hätten schon vor 40 Jahren an ihre Alten gedacht und dazu beigetragen, ihnen den Lebensabend sinnvoll und damit auch lebenswerter zu machen. Die Begegnungsstätte ist nach den Worten des Bürgervorstehers ein „gewichtiges Gegengewicht zu häufigem Alleinsein“.

Es gab Darbietungen, die Herz und Gemüt erfreuten. Gesine Lutz und der Landfrauenchor Niebüll und Umgebung erfreuten mit Musik. Die DRK-Senioren-Tanzkreise Risum-Lindholm, Emmelsbüll-Horsbüll, Neukirchen und Niebüll gaben Kostproben ihres Könnens. 42 Helferinnen aus den vier Institutionen wurden für für ihre langjährige Tätigkeit geehrt, darunter Gunhild Loske und Liz Hansen, die der AG Begegnungsstätte seit deren Gründung angehören.


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