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Ein Stück dunkle Vergangenheit ans Licht geholt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 11:34 Uhr

Es ist bereits auf den Markt, und die Nachfrage ist groß. „Wir haben bereits viele verkauft und verschickt, hatten etliche Vorbestellungen“, erklärt Beate Jandt, Vorsitzende des Vereins für Niebüller Geschichte. Die Rede ist von dem Buch „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“ – eine mahnende und aufrüttelnde Zeitungsrecherche von Wolfgang Raloff (480 Seiten) über in der Region nie aufbereitete Zeit der Hitler-Diktatur. Sie kann im „Verein für Niebüller Geschichte“ unter der Telefonnummer 04661/4806 oder im Buchhandel in Niebüll und Leck für 19,90 Euro gekauft werden.

„Für so ein Projekt braucht man viel Geld“, erklärte Beate Jandt. Und Gehör fand sie bei Sponsoren. Auch die Kulturstiftung der Nord-Ostsee-Sparkasse (NOSPA) hat es finanziell unterstützt. Ralf Friedrichsen, ab dem 16. Februar Regionaldirektor der umstrukturierten NOSPA in Niebüll, überbrachte die Spende in Höhe von 2500 Euro. Zweckgebunden ist sie für das oben beschriebene Buch und Geschichtsprojekt. „Wir sind froh, dass wir eine so gute Sache unterstützen können“, erklärte er.

„Ihre Spende war die Größte“, erklärte Beate Jandt. Mit dem Geld könne man schon einmal die Hälfte der Druckkosten zahlen. Und noch eines verriet die Vorsitzende: Es sind zwei weitere Bücher in der Vorbereitung: „Lebensbilder“ von Beate und Wolfgang Jandt (enthalten sind Befragungen und Berichte von Zeitzeugen zum Thema „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“) sowie das Werk von „Dr. Charlotte Heidrich, Briefe an ihren Mann 1945“ von Albert Panten zusammengestellt. Beide Bücher liegen zur Ausstellungseröffnung vor: Von Sonntag, 15. März, 15 Uhr, bis zum 3. Mai ist im unter dem Projektnamen „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“ im Richard-Haizmann-Museum (Rathausplatz 2) eine Fotodokumentation zu sehen. An einem geschichtsträchtigen Ort, denn Museumsgebäude (ehemals war es das Rathaus) und der Platz davor (ehemals Adolf-Hitler-Platz) waren zentrale Punkt für Veranstaltungen und Aufmärsche, wie die Fotodokumente beweisen.

Ein Hinweis: Am Sonntag, 8. Februar, berichten Mitglieder des Vereins für Niebüller Geschichte in der Sendung „Zeitreise“ ab 19.30 Uhr über das Projekt „Niebüll in der Zeit des Nationalsozialismus“ sowie über die Entstehung des Buches von Wolfgang Raloff. Für Ende Februar ist in der Niebüller Stadtbücherei eine Autorenlesung geplant.

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