Generalversammlung : Ein starkes und hochmotiviertes Team

Ausgezeichnet: Diese Kameraden bekamen den ersten Stern als künftige Oberfeuerwehrleut.
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Ausgezeichnet: Diese Kameraden bekamen den ersten Stern als künftige Oberfeuerwehrleut.

Zu insgesamt 107 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr Niebüll im vergangenen Jahr gerufen. Die Zusammenarbeit in der Wehr funktioniert reibungslos.

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12. Januar 2015, 07:45 Uhr

Draußen pustete der Sturm „Felix“ über Nordfriesland. Drinnen in der Niebüller Feuerwache waren Felix und seine Kameraden sprungbereit für den Fall, dass der stürmische Namensvetter irgendwo Unheil anrichtet. Doch nichts da. Brandmeister Felix Pfeiffer und seine Kameraden konnten drinnen bleiben – und weiterhin der 13. Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll beiwohnen.

Wehrführer Uwe Mussack erstattete Bericht über ein nach seinen Worten normales Jahr. Dennoch: Seine Wehr absolvierte im mittlerweile 134. Niebüller Feuerwehrjahr 107 Einsätze mit einem Umfang von 2531 Einsatzstunden – 68 Einsätze tagsüber und von diesen deren 59 während der Arbeitszeit. Und: Es waren allesamt unentgeltlich und ehrenamtlich geleistete Dienste zu oft auch noch unbequemen Zeiten und Situationen wie nächtens, in der Mittagsstunde, beim Essen oder Einkauf. Dennoch waren die Einsatzfahrzeuge binnen drei, vier Minuten raus.

Bürgermeister Wilfried Bockholt während einer Pause im Flur der Wache. „Das sind tolle Typen und vergleichbar mit Leistungssportlern mit einem sagenhaften Teamgeist."

28 Einsätze führten zu Brandstellen, vier davon zu größeren Bränden, zehn zu Türöffnungen und vier zu Verkehrsunfällen sowie 37 aus Anlass von Fehlalarmen. 14 Mal rettete die Wehr Personen aus Notsituationen. Zweimal kam jede Hilfe zu spät. Tragische Situationen half Pastor Dr. Christian Winter (neuerdings Mitglied der Wehr) seelsorgerisch im Nachhinein zu mildern. In 21 Fällen eilten die Niebüll-Deezbüller Nachbarwehren zur Hilfe. Andersherum waren es auch mal die Lindholmer, die den Niebüllern halfen. Unterstützung von außen hatte die Wehr durch DRK, Polizei, Rettungsdienst, DRK und THW. Was sich im Jahr tat, war anhand von Bildern zu sehen, dank der medialen Vielfalt von Film, Foto und sogar Feuerwehrkasper.

Allzeit fit und kompetent einsatzfähig zu sein, setzt Ausbildung, Training und praxisnahes Üben voraus. Dem wurde die Wehr in hohem Maße und in einer Fülle unterschiedlicher und spezieller Facetten gerecht – und zwar mit einer Dienstbeteiligung von 73,8 Prozent oder in 2840 Stunden. Dem kameradschaftlichen und bisweilen auch familiären Charakter der gut funktionierenden Wehr taten gesellige Abwechslungen wie Feuerwehr- und Sommerfest, Lottoabend und Seniorenkaffee überaus gut. „Wir sind ein starkes und in hohem Maße motiviertes Team“, blicke der Wehrführer in die große Runde seiner 76 anwesenden von 86 Einsatzkräften und stattlichen Zahl von Ehrenmitgliedern, unter diesen Löschmeister und Feuerwehrsenior Uwe Sönnichsen (Foto) , der der Wehr 73 Jahre angehört.

Mussack stattete besonders verdienten Aktiven Dank ab, darunter dem nimmermüden Gerätewart Uwe Plakties und dem fleißigen „Kammerbullen“ Andreas Matthiesen. Herzliche Willkommensgrüße galten den Youngstern der Wehr, die von der Jugendfeuerwehr kamen und für ein geringes Durchschnittsalter von nur 38,3 Jahren stehen. In zwei Jahren will Uwe Mussack sein Amt abgeben. Mit der Wahl seines Stellvertreters und zwei neuen Zugführern vor Jahresfrist klangen bereits Änderungen in der Führungsspitze an. Wer auch immer Nachfolger Mussacks wird: Er wird ein „gut bestellte Haus“ übernehmen.

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