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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 06:00 Uhr

Ein Signal steht noch aus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeindevertretersitzung Achtrup wartet auf grünes Licht vom Innenministerium für ein Windpark-Projekt

von
erstellt am 09.Mär.2016 | 12:47 Uhr

Windparks waren wieder mal ein Hauptthema: Die Gemeindevertretung Achtrup trat – in Anwesenheit zahlreicher Zuhörer – im Schulungsraum ihrer örtlichen Freiwilligen Feuerwehr zusammen, um ein umfangreiches Programm abzuarbeiten. Dazu zählte auch die Beschlussfassung über die 12. Änderung des Flächennutzungsplanes und zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3. Beide Maßnahmen waren erforderlich, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Repowering und die angestrebte Erweiterung des östlich der Ortschaft gelegenen Bürgerwindparks zu schaffen.

Der Aufstellungsbeschluss für den F-Plan wurde am 30. September 2013, der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss am 6. März 2014 gefasst. Nach dem abschließenden Beschluss wurden die Planungsunterlagen dem Innenministerium Schleswig-Holstein zur Genehmigung eingereicht, das seine Zustimmung jedoch wegen eines angeblichen Seeadlervorkommens verweigerte. Ein Gutachten kam jedoch zum Schluss, dass in dem Planungsgebiet keine Seeadler durch die Windstromaggregate gefährdet seien. Daraufhin wurden die Planungsunterlagen – nach erneutem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss – in der Zeit vom 11. Januar bis zum 11. Februar 2016 nochmals öffentlich ausgelegt.

Die im Rahmen der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen wurden jetzt von Sophie Rossow, Mitarbeiterin des Planungsbüros „effplan“, das die Abwägungsbeschlüsse vorbereitet hatte, vorgestellt. Der Landesplanung liege keine finale Beurteilung vor, mit ihr sei aber abgesprochen, der abschließende Beschluss dürfe – nach Aufhebung des Beschlusses vom 30. Juli 2014 – gefasst werden. Beides erfolgte nunmehr einstimmig. Sobald die Gemeinde Achtrup die vervollständigten Planungsunterlagen beim Innenministerium zur Genehmigung eingereicht hat, hat sie alles ihr Mögliche zur Realisierung ihres Vorhabens getan und kann nur noch abwarten, wie die Behörde sich entscheidet. Auch die eingegangenen Stellungnahmen zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3 wurden erläutert und abgewogen. Für das Gebiet südlich der Landesstraße 212, westlich der Kreisstraße 103 und östlich der Straße Eulenburg wurde der geänderte Bebauungsplan als Satzung beschlossen.

Mit deutlicher Stimmenmehrheit fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, den alten Schulbus zu verkaufen und den Erlös für den Ankauf eines gebrauchten Fahrzeugs für den Bauhof zu verwenden, um dem Schulhausmeister und den Gemeindearbeitern eine flexible Erledigung ihrer Aufgaben zu ermöglichen.

Bürgermeister Uwe Matthiesen teilte mit, der Bürgerbusverein Ladelund habe ein neues Elektroauto geleast, um es als Abhol-Einsatzwagen zu verwenden. Der Verein bitte um einen Zuschuss. Die Gemeinden Sprakebüll, Westre und Leck hätten bereits zugesagt, je zwei Leasingraten á 280 Euro zu übernehmen. Matthiesens Vorschlag, einen Zuschuss in gleicher Höhe zu gewähren, da die Einwohner der Gemeinde Achtrup vom Betrieb des Bürgerbusses erheblich profitieren, wurde – bei je einer Ablehnung und Enthaltung – akzeptiert.

In der Einwohnerfragestunde wurde bemängelt, das Ausbaggern von Seitengräben werde im Bereich Seewang arg vernachlässigt. Bürgermeister Matthiesen räumte dies ein, wies aber darauf hin, Baumbewuchs aus Gräben zu entfernen, sei nicht mehr erlaubt. Es wurde aber zugesagt, Grabenbereiche ohne Baumbewuchs zeitnah auszubaggern.

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