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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 10:51 Uhr

Ortsentwicklung : Ein Rundwanderweg für Leck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Er soll gut sieben Kilometer lang sowie attraktiv für Fußgänger und Radfahrer sein: CDU-Antrag auf eine Route um den Ort herum kommt gut an.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 06:00 Uhr

Ein Rundweg für Fußgänger und Radfahrer um den Ortskern von Leck: Dieser Vorschlag der CDU-Fraktion auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung kam gut an. Sehr gut sogar, denn nach der Vorstellung gab es Applaus von Gemeindevertretern und Einwohnern. „Das habe ich bisher eher selten erlebt“, sagte Ingo Scholz (CDU), der den Antrag für seine Fraktion vorstellte.

Die Lebensqualität in der Gemeinde für Einheimische und Touristen weiterentwickeln, vorhandene Potenziale nutzen und ausbauen – darauf haben sich Lecks Kommunalpolitiker mit dem neuen Ortsentwicklungskonzept geeinigt. Ein deutlicher Schritt in diese Richtung könnte ein 7,3 Kilometer langer Wanderweg sein, der einen Spaziergang rund um Leck ermöglichen und an Naturschönheiten und Attraktionen vorbeiführen soll.

Und davon gibt es genug: „Wir haben die Lecker Au, den Langenberger Forst, einen Golfplatz vor der Haustür“, zählte Scholz auf und erntete zustimmendes Kopfnicken. Besonders der Weg an der Au entlang müsse aufgewertet sowie beleuchtet werden. Augarten, Osterstraße, Hyholmer Weg, Kemper Graben, Bürgerpark, Mühlenstromquerung, Mühlenberg, Westerholz – das sind nur einige Stationen des geplanten Rundwegs: „Das Ziel ist es, zukünftig vorhandene Wege mit dem neuen zu verbinden“, erläuterte Scholz. Kies, Sand, ein Stück über den Deich oder neben dem Knick: Die Bodenbeschaffenheit wird variieren, im Vorwege wurde laut Scholz etwa mit dem Deichbauamt abgeklärt, ob und wo es überhaupt möglich ist, die Deiche als Spazierweg zu nutzen.

Wichtig für die Wahl des Weges, der auch durch einen Doppelknick hinter dem Gewerbegebiet entlangführen soll: „Die Nutzer werden immer mindestens auf einer Seite ins Grüne schauen können“, erläuterte Scholz. In rund anderthalb Stunden sei der Gesamtweg schaffbar, die Abschnitte seien jedoch für jedes Konditionsniveau frei wählbar: „Egal wo die Leute in Leck wohnen: Sie können überall ein- und wieder aussteigen.“ Langfristig sei denkbar, auch Erlebnis-Punkte wie Klettergarten oder Heuherberge an das Wegenetz anzuschließen. Auch regelmäßige Aktionen wie ein Volkslauf in Leck, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem MTV, seien denkbar.

Vorerst gilt jedoch: „Ein Schritt nach dem anderen. Es ist auch möglich, die Maßnahme in Teilabschnitten umzusetzen.“ Scholz rechnet mit Kosten von rund 100  000 Euro, allein die LED-Beleuchtung werde wahrscheinlich mit mehr als 50  000 Euro zu Buche schlagen. Roland Mader (CDU) stellte in Aussicht, dass für den Ausbau eine Förderung bis zu 75 Prozent möglich sein könnte.

„Der Vorschlag ist grundsätzlich zu begrüßen“, lobte Klaus Schmidt (UWL) die Rundweg-Idee. Allerdings sei auch die Kalkulation der laufenden Unterhaltungskosten wichtig: „Wer pflegt den Weg, der Bauhof?“ Diese und andere Fragen muss die Verwaltung nun klären. Der Antrag der CDU ist laut Ingo Scholz ein Auftrag an Lecks Bürgermeister Andreas Deidert und die Amtsverwaltung, einen Beschlussvorschlag auszuarbeiten. Das Thema Rundweg wird also so schnell wie möglich wieder auf die Tagesordnung kommen.

Der Radverkehr soll grundsätzlich in Leck mehr Beachtung finden: Das Gremium beschloss bei zwei Enthaltungen, dass die Gemeinde Leck Mitglied der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Radverkehrsförderung in Schleswig-Holstein wird. Bürgermeister Deidert sieht die 750 Euro Beitrag gut angelegt: „Es ist wichtig, dass wir touristisch nach vorne gucken.“

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