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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 15:54 Uhr

„Ein Rundgang durch ein Paradies“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Lob für die Spezialisierung auf „schöne Bücher“: Ministerpräsident Torsten Albig besuchte erstmals die Druckerei CPI Clausen & Bosse

Sie haben spezielle Farbschnitte, Cover mit Goldprägungen, duften oder leuchten sogar: Wenn Bücher besonders gestaltet sind, wurden sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Leck gedruckt. Das weiß seit gestern Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) aus erster Hand. Der Landesvater war zu Besuch bei CPI Clausen & Bosse in Leck und ließ sich alles ganz genau von Geschäftsführer Günter Pecher und dem Technischen Leiter Sven Isecke erläutern.

Nach einer ausgedehnten Führung durch die Welt von Quantum-Technologie und Hochgeschwindigkeitsdruck zeigte sich der Ministerpräsident beeindruckt. „Das war ein Rundgang durch ein Paradies“, sagte Albig und bekannte: „Ich bin ein Vielleser.“ Im Moment sei ein Briefroman über den Kaiser Augustus sein Favorit. Albig: „Ich habe so viele Bücher, dass ich 100 Jahre alt werden müsste, um die alle lesen zu können. Aber: Man muss ja auch noch Ziele im Leben haben.“

Der Geschäftsführer nutzte die Gelegenheit, dem literarisch geneigten Regierungschef auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens näher zu bringen. „Wir sind keine normale Druckerei – Gott sei Dank“, sagte Pecher. Die Branche sei rückläufig, besonders beim Taschenbuch sei die Konkurrenz durch E-Books spürbar. „Das Buch muss sich mehr absetzen“, so Pecher weiter, und das sei am Standort Leck mit der Konzentration auf die Cover-Veredelung „nicht so schlecht“ gelungen: „20 Prozent des Umsatzes generieren wir über Spezialprodukte.“

Zudem können Soft- oder Hardcover, Klappenbroschuren oder Buchkalender in Auflagen von einem einzelnen Exemplar bis zu einer Million Druckwerke hergestellt werden. „Der Markt ändert sich. Wir brauchen vom Kopf her kreative und flexible Leute“, verdeutlichte der Technische Leiter Sven Iseke. Apropos: Albig traf auf dem Rundgang Moritz Ailinger wieder, dem er vor einem halben Jahr eine Auszeichnung überreicht hatte. Der junge Mann hat seine Ausbildung zum „Medientechnologen Druckverarbeitung“ als überregionaler Prüfungsbester abgeschlossen. „Es muss spannend sein, an dieser Schnittstelle zwischen Gutenberg und virtueller Welt zu stehen“, sagte Albig. Zudem lobte der Ministerpräsident den Qualitätsanspruch und die zukunftsfähige Spezialisierung des Unternehmens auf „schöne Bücher“. Für die Landesregierung sei es von großer Bedeutung, dass wettbewerbsfähige Unternehmen wie dieses bestehen bleiben „und dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen.“

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erstellt am 21.Apr.2017 | 12:13 Uhr

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