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Vereinsgründung : Ein Rettungsanker für in Not Geratene

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Aus dem erfolgreichen, sozialen Projekt wurde nun der Verein „Niebüller helfen Niebüllern“ / Bürgermeister Wilfried Bockholt ist Vorsitzender

Das seit mehreren Jahrzehnten praktizierte soziale Projekt, in dem Niebüller Bürger hilfsbedürftigen und in Not geratenen Mitbürgern mit einer Geldspende unter die Arme greifen, wechselt von städtischer Regie in die Rechtsform eines Vereins. Am Montag wurde im Rathaus ein Verein gegründet, der den Projektnamen „Niebüller helfen Niebüllern e.V.“ trägt. Dem Verein traten während der zweistündigen Gründungsversammlung 21 Personen bei. Während der Veranstaltung wurde die von Fachleuten formulierte und notariell sowie vom Finanzamt geprüfte Vereinssatzung vorgestellt, diskutiert und beschlossen.

Wie in der Gründungsversammlung bekannt wurde, hat es bereits 1972 erste Ansätze zu der Hilfsaktion gegeben, die sich nach und nach zu der alljährlichen Hilfsaktion manifestierten, die nun alljährlich vor Weihnachten stattfindet. Die Stadt, die ihre Bürger alljährlich zu Spenden aufrief, übernahm die Regie. Mitarbeiter örtlicher Wohlfahrtsverbände/-vereine übernahmen das Verteilen des „Weihnachtsgeldes“ und knüpften so auch Kontakte zu dessen Empfängern. Durch die Beteiligung größerer Spender, zu denen sich jetzt auch der Bürgerwindpark hinzugesellte, verdichtete sich die Notwendigkeit, der Aktion eine Form zu geben, die auch „deutscher Gründlichkeit“ genügt. Immerhin kamen alljährlich stattliche Ergebnisse zustande. Die Gesamtsumme eingegangener Spenden bewegte sich, so Bürgermeister Bockholt, zwischen 12  000 und 15  000 Euro. So seien alljährlich zwischen 50 und 100 Familien bedacht worden.

Mit der Wahl der Vereinsform statt einer Stiftung sei eine flexible Lösung gefunden worden. Im Satzungstext ist die Zweckbestimmung des Vereins formuliert. Darin heißt es, dass Jugend- und Altenhilfe, Erziehung, Kultur, Bildung Sport gefördert und hilfsbedürftige Personen unterstützt werden sollen. Insbesondere werde der Satzungszweck durch das Hilfswerk „Niebüller helfen ...“ verwirklicht. Mitglied könne jedermann werden – auch juristische Personen. Weitere Details der Satzung entsprechen den üblichen Passagen, wie man sie in Vereinssatzungen findet.

Jetzt erwartet der eben aus der Taufe gehobene Verein den Beitritt weiterer Mitglieder. Die Höhe des Vereinsbeitrags will die Mitgliederversammlung zu gegebener Zeit festsetzen. Davon unabhängig sollte die Höhe künftiger Spenden sein. Der Vorstand hofft, dass sie wie bisher in die Aktion fließen. „Die Stadt wird weiterhin alljährlich zu Spenden aufrufen“, erklärte Bürgermeister Wilfried Bockholt.

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erstellt am 22.Apr.2015 | 05:00 Uhr

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