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Nordfriesland Tageblatt

18. November 2017 | 04:09 Uhr

Vierbeiner : Ein Paradies für Hunde schaffen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Um das Naherholungsgebiet zu entlasten, prüft Niebüll die Einrichtung einer eingezäunten Freilauffläche für Hunde

von
erstellt am 15.Apr.2014 | 05:15 Uhr

Blauer Himmel, eine Bank, schier unendliche Grünflächen, Wasserflächen. Idyllisch. Das Gebiet um das Regenwasserrückhaltebecken sowie die Wehlen ist ein Paradies für Spaziergänger, die hier am Wochenende, nach Feierabend oder einfach nur in der Mittagspause bummeln gehen wollen. Regelmäßig treffen sich hier auch Menschen, die ihren Hunden das Vergnügen gönnen möchten. Zwar stehen an allen Ecken und Kanten Schilder, die Hundebesitzer daran erinnern, ihre Vierbeiner anzuleinen, doch diese Zeichen werden gerne und immer wieder missachtet. Die Verlockung, die Tiere auf den Grünflächen herumtollen zu lassen, ihnen das eine oder andere Bad zu genehmigen, ist wohl zu verlockend.

„Ich kann die Hundebesitzer verstehen, aber auch die übrigen Bürger, die hier mit ihren kleinen Kindern unterwegs sind oder Angst davor haben, Hunde mit ihrem Auto anzufahren“, sagt Hendrik Schwind-Hansen (SPD). „Artgerecht gehaltene Tiere brauchen viel Auslauf.“ Und den sollen sie auch haben. Aber wenn unangeleint, dann eben woanders. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete Schwind-Hansen jüngst für die SPD der Stadtvertretung – und stieß dabei fraktionsübergreifend auf Zustimmung.

Denkbar sei ein Freilauf nach Bredstedter Vorbild, der sich wiederum an Flensburg orientiert: „Auf einem eigens eingezäunten Areal können Hunde zu bestimmten Öffnungszeiten freigelassen werden, bekommen die Tiere ihren nötigen Auslauf, treffen auf ihre Artgenossen, können Sozialkompetenzen entwickeln. Niemand wird gestört.“ Was den Hundekot betrifft, so ist mit einem eingezäunten Freilauf – in Bredstedt sind es 6 000 Quadratmeter, umgeben von einem 550 Meter langen Zaun – auch dieses Problem gelöst. Der sichere und saubere Betrieb der Anlage wird von einem als gemeinnützig anerkannten Verein, dem „Hundefreilauf Bredstedt“, organisiert. Die Mitglieder übernehmen die Unterhaltung, Pflege und Instandhaltung des Geländes. Geld kommt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden in die Kasse. Jeder im Ort kann den Hundefreilauf nutzen, eine Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung und wird auch nicht erwartet. Mitglieder haben einen Schlüssel, um außerhalb der Öffnungszeiten Gäste auf das Gelände zu lassen, die einen Euro pro Tag zahlen. In Bredstedt hat die Stadt dem Verein das Gelände zur Verfügung gestellt und das Projekt mit einem Startkapital von 5 000 Euro angeschoben, Sponsoren haben durch Spenden ein Übriges zum Gelingen beigetragen.

In Niebüll beschäftigt sich nun der Ausschuss für Wirtschaft und Umwelt mit dem Thema. Die Verwaltung erhielt von der Stadtvertretung den Auftrag, Kosten zu ermitteln, die Möglichkeiten des Betriebs (durch die Stadt oder einen Verein) sowie geeignete Flächen vorzustellen. Letztere sollten weit genug von Wohngebieten und doch gut erreichbar sein. Hendrik Schwind-Hansen: „Wir wollen nicht in Konkurrenz zum Hundesportverein treten. Unser Wunsch ist es, das Projekt gemeinsam anzupacken.“ Und: „Wir möchten nicht, dass es am Ende an den Kosten scheitert.“

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