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Interview : Ein neuer Pastor für die vier „Bülls“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem Gottesdienst wird Pastor Sören Zastrow am Sonntag in sein Amt eingeführt. Im Interview stellt er sich schon mal vor.

Neugalmsbüll, der übrige Pfarrbezirk Klanxbüll sowie Emmelsbüll-Horsbüll bekommen einen neuen Pastor: Sören Zastrow hat seine Tätigkeit am 1. März begonnen. Am Sonntag, 6. März, um 14 Uhr werden ihn die Gemeindeglieder mit einem Gottesdienst in der Neugalmsbüller Kirche begrüßen.

Wie ist das Vorgefühl im Hinblick auf Sonntag?
Sören Zastrow: Ich freue mich auf die Gottesdienste und auf zahlreiche Gespräche. Denn ich möchte ein Pastor „zum Anfassen“ und zum Ansprechen sein, der auch mal neue Schritte wagt.

Was heißt das konkret?
Ich hoffe, ich finde die Zeit für ein offenes Pastorat, wo man auch einfach mal so auf eine Tasse Kaffee und einen kleinen Schnack vorbeikommen kann.

Was verbindet Sie mit dem Norden?
Ich stamme ja aus Schleswig-Holstein, liebe den Norden, liebe die Küste. Ich bin mit einer waschechten Föhrerin verheiratet: Wir wollten unbedingt in der Nähe des Wassers bleiben.

Sie haben berichtet, dass Sie Motorradfan sind: Stimmt das?
Das ist richtig. Ich nutze meine Enduro für alltägliche Fahrten, reise aber auch mit meiner Frau auf dieser Maschine in den Harz oder in den Schwarzwald.


Waren Sie auch schon auf dem berühmten MoGo in Hamburg?
Bisher nicht, ich war beim Motorrad-Gottesdienst in Kiel und Husum.


Was hat Sie bewogen, Pastor zu werden?
Ich stamme aus einem Pastorenhaushalt, mein Vater war Pastor. Der Anstoß zu dem Beruf kam allerdings mehr von anderen, die mich bei der Jugendarbeit kennengelernt haben und meinten, „das wäre was für Dich“. Den letzten Kick gab ein Ruderfreund, der sagte: „Werd’ doch Pastor!“

Was hat sie noch bewogen?
Mein Interesse an alter Geschichte, Kirchengeschichte, Archäologie, alten Sprachen wie Latein und Hebräisch.

Besonders verbunden sind Sie mit dem Spruch: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
Richtig! Dieser Spruch, der mit der Tradition der Seefahrer von der Insel Föhr fest verbunden ist, hat mich seit meiner Zeit auf Föhr immer begleitet. Er macht mir immer wieder Mut, mich auf Neues und besonders auf neue Menschen einzulassen, auch wenn es im Leben einmal „stürmisch“ wurde.

Haben Sie schon Dorfbewohner kennengelernt?
Dar war richtig toll! Am Tag des Einzugs am 1. März gab es eine Willkommensgirlande und etwa zehn Dorfbewohner kamen spontan vorbei. So saßen wir abends beim Klönschnack beisammen. Ich werde auch auf der Straße erkannt und angesprochen. Mit offenen Armen empfangen - so kann man es sagen. Für mich beginnt jetzt das Kennenlernen der Nachbarn. Ich bin neugierig darauf, was wir gemeinsam „anstellen“.

Gibt es weitere Interessen oder Hobbys?
Mit dem Motorradfahren und den Hunden bin ich gemeinsam mit meiner Frau gut ausgelastet.

Wie beurteilen Sie die Situation der Neu-Bürger, die nach Deutschland geflohen sind?
Ich freue mich darauf, diese kennenzulernen, was bislang noch nicht der Fall war.

Zum Schluss die vielleicht wichtigste Frage: Wie möchten Sie die Gemeinde beleben?
Wir haben wunderbare Bauten: Ich möchte unsere vier Kirchen, die wahre Schätze sind, gern präsentieren, öffnen für Interessierte. Dazu bieten sich Fortbildungen für Kirchenführungen an. Alles weitere möchte ich gemeinsam mit der Gemeinde entwickeln und gestalten.


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