Feuerwehr : Ein neuer Ehrenwehrführer für Leck

Lob und Anerkennung für Joachim Pilz / Wehrführer Tobias Kaim dankte allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für Einsätze freigestellt haben

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13. Januar 2015, 05:00 Uhr

Seit einem Jahr ist Joachim Pilz nicht mehr Wehrführer der freiwilligen Feuerwehr Leck und nun doch wieder in abgewandelter Form: Auf der Jahresversammlung wurde er zum Ehrenwehrführer ernannt. „Du hast Dich durch zielgerichtetes, durchsetzungsstarkes und sachbezogenes Handeln ausgezeichnet“, würdigte Kurt-Werner Hansen (Kuddel) in seiner Laudatio.

Nach zwölf Jahren als Ortswehrführer hatte Joachim Pilz sein Amt im vorigen Jahr niedergelegt und seinem Nachfolger Tobias Kaim Platz gemacht. Er habe durch viele Änderungen und Neuerungen das Feuerwehrwesen beeinflusst, meinte Kurt-Werner Hansen und weiter: „Aufgrund Deiner Persönlichkeit ist es Dir mühelos gelungen, allen Anforderungen, die an diese Funktionen gestellt wurden, exzellent gerecht zu werden“.

Dabei habe Joachim Pilz nie die persönlichen Anliegen der Kameraden aus den Augen verloren. „Mit viel Herzblut und häufigem Verzicht auf Freizeit hast Du diese Wehr zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine Feuerwehr mit großer Schlagkraft, die auf allen Gebieten der Hilfeleistung beispielhafte Ergebnisse liefert und dadurch weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf genießt“, betonte der Laudator. Joachim Pilz bleibt – mindestens bis zur Wahl im April – Gemeindewehrführer und ist der vierte Ehrenwehrführer der Lecker Wehr seit 1982 in Folge.

Auch im 136. Jahr ihres Bestehens bleibt die Feuerwehr Leck gut aufgestellt: In der Einsatzabteilung verrichten sechs Frauen und 65 Männer ihren Dienst, die Ehrenabteilung zählt 22 Mitglieder und die Nachwuchswehr acht Mädchen und 29 Jungen. Zuwachs erfuhren die „Großen“ mit Patrick List. Somit werden insgesamt 130 Mitglieder gezählt, das Durchschnittsalter in der Einsatzabteilung beträgt 42,4 Jahre.

Im Gegensatz zum Vorjahr mit 186 Einsätzen bedingt durch die Stürme „Christian“ und „Xaver“ pendelten sich die Alarmierungen mit 61 an der Zahl auf ein gewohntes Maß ein. Die Aktiven rückten zu 21 Bränden, darunter zwei Großbrände, aus. Sieben Mal lösten Brandmeldeanlagen vergebens Alarm aus. Zu technischen Hilfseinsätzen wurde die Wehr 33 Mal gerufen. Die Palette reichte von Verkehrsunfällen über Wasser aus Kellern pumpen bis zum Beseitigen von Ölspuren. Acht Personen mussten aus Notlagen befreit werden. Die Lecker Wehr half bei überörtlichen Einsätzen in zehn umliegenden Gemeinden, wurde aber auch von Nachbarwehren unterstützt. „Ich danke ausdrücklich allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für diese Einsätze freigestellt haben“, sagte Wehrführer Tobias Kaim.

Um diese unterschiedlichen Einsätze bewältigen zu können, bedurfte es einer guten Aus- und Fortbildung. Neben Gruppendiensten und praxisnahen Übungen nahmen acht Feuerwehrmänner an sechs Lehrgängen teil. Über den Brandschutz klärte Ralf Sörensen mit seinem Team insgesamt 126 Kinder und 33 Erwachsene auf.

Erstmals untermauerten die Aktiven ihre Einsätze mit einer eindrucksvollen Foto- und Filmpräsentation, die von den Gästen hoch gelobt wurde. „Ich bewundere, was Sie alles schultern. Hut ab!“, sagte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Wie er übergab Peter Erichsen vom Handels- und Gewerbeverein ein finanzielles Dankeschön. Klaus-Dieter Dorow überbrachte die Grüße vom Kreisfeuerwehrverband und Max-Günter Erichsen von der Polizeistation bescheinigte den Feuerwehrleuten routinierte Professionalität.

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