Ein Mann mit vielen Interessen

Der Neue an der beruflichen Schule: Oberstudiendirektor Finn Brandt (49). Foto: dew
Der Neue an der beruflichen Schule: Oberstudiendirektor Finn Brandt (49). Foto: dew

Oberstudiendirektor Finn Brandt ist neuer Leiter der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland

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02. August 2012, 07:36 Uhr

Niebüll | Die Berufliche Schule des Kreises Nordfriesland in Niebüll hat einen neuen Leiter. Oberstudiendirektor Finn Brandt (49) tritt zum Beginn des neuen Schuljahres die Nachfolge von Bernhard Puschmann an. Am Dienstag, seinem letzten Arbeitstag im Schulzentrum an der Uhlebüller Straße, überreichte der scheidende Leiter die Schlüssel. Finn Brandt ist nach Martin Rüsch, Ulrich Gagzow und Bernhard Puschmann der bisher vierte Schulleiter der nördlichsten Berufsschule der Bundesrepublik.

Nach seinem Antrittsbesuch bei Landrat Dieter Harrsen stellte sich der Neue unserer Zeitung vor und ließ auf Anhieb anklingen, dass ihm die Niebüller Schule von ihren Außenwirkungen her sehr gut bekannt ist. Außerdem habe er sie durch das Schulen übergreifende Projekt "Sonne online" kennen gelernt.

Zur Person: Finn Brandt wurde am 18. Oktober 1962 in Hamburg geboren - "im selben Krankenhaus übrigens wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel", merkte er beiläufig an. Nach dem Abitur am hanseatischen Gymnasium Hochrad absolvierte Finn Brandt eine Berufsausbildung als Mess- und Regelmechaniker bei der Hamburgischen Electricitätswerke AG, um danach ein Studium für das Lehramt an der Oberstufe Beruflicher Schulen an der Uni Hamburg anzutreten, und zwar in den Fächern Elektrotechnik und Informatik. Dem ersten Staatsexamen 1991 folgte drei Jahre darauf nach dem Referendariat an der Beruflichen Schule des Kreises Dithmarschen in Meldorf das zweite. Zwischenzeitlich diente Brandt von 1985 bis 1987 als Zeitsoldat bei der Marine. Dort war er im Bereich Unterwasserwaffenortungs- und Leittechnik tätig - auf einer Distanz von 46 000 Seemeilen.

Als Lehrer arbeitete Finn Brandt am Berufsbildungszentrum (BBZ) Dithmarschen in Meldorf und unterrichtete im Rahmen der dualen Ausbildung in den Fächern Elektrotechnik und Informatik. Zu seinen Tätigkeiten gehörten auch der Unterricht am Beruflichen Gymnasium und an der Fachschule Datenverarbeitungstechnik und Technische Informatik sowie die Betreuung von Referendaren.

Von 1995 bis 2008 war er Studienleiter für Elektrotechnik und Informatik am Landesinstitut Schleswig-Holstein für Praxis und Theorie der Schule beziehungsweise Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen im Lande. Außerdem war er in der Ausbildung von Lehrkräften, in der Lehrerfortbildung und Landesfachberatung tätig. Seit 2008 leitete Finn Brandt die Abteilung 5 des Pädagogischen Zentrums für IT-Berufe, Elektrotechnik, DV-Technik und Technische Informatik am BBZ Dithmarschen. Der neue Niebüller Schulleiter ist Autor und Herausgeber mehrerer Schulbücher (mit IT-Themen) und zudem stellvertretender Landesvorsitzender des Verbandes der Lehrerinnen und Lehrer an Berufsbildenden Schulen (VLBS).

Wie sein Vorgänger Bernhard Puschmann will Finn Brandt nach eigenen Worten dazu beitragen, die Jugend in ihrer Heimatregion zu halten. Ebenso sei ihm an einem flächendeckenden Bildungsangebot gelegen.

Finn Brandt ist verheiratet und lebt in Wolmersdorf. Seine 18-jährige Tochter steuert derzeit auf das Abi zu, sein Sohn (20) absolviert eine Berufsausbildung. Zu seinen (sportlichen) Vorlieben gehören das Radfahren, Wasserball bei den "Meldorf Seals" und das Motorradfahren. Außerdem ist Brandt im Range eines Feuerwehrmanns aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wolmersdorf.

In seinem Dithmarscher Domizil wird er vorerst noch wohnen bleiben, von hier aus nach Niebüll pendeln. Eine Entscheidung über seinen endgültigen Wohnsitz möchte er erst treffen, wenn seine zweijährige Probezeit (auch die muss ein Direktor durchstehen) abgelaufen ist.

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