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Nordfriesland Tageblatt

16. Dezember 2017 | 08:50 Uhr

Ein hoffnungsvoller Neubeginn

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Workshop-Chor gab n der Karlumer Kirche sein Debüt und wird ab kommenden Mittwoch regelmäßig proben / Neusänger sind willkommen

von
erstellt am 22.Feb.2015 | 15:21 Uhr

In Ladelund fand in der vergangenen Woche ein auf drei Tage verteilter Chor-Workshop statt, der am Freitagabend im Ladelunder Pastorat begann und am Sonntagvormittag mit einem konzertanten Auftritt während des musikalischen Gottesdienstes in der Karlumer St. Laurentius-Kirche ausklang. Die Leitung hatte Mirco March, amtierender Dirigent und Begleitpianist sowohl des Kirchen-, als auch des Jugend- sowie des in der Phase der Neugründung befindlichen, einstigen Projekt-Chores der Kirchengemeinde Ladelund. Insgesamt bereiteten sich 15 Sängerinnen und Sänger aus den Dörfern des Kirchspiels Ladelund und dessen weiträumiger Umgebung auf ihre Beiträge zum Gottesdienst in Karlum vor. Zu diesem steuerten sie vier – zumeist dreistimmige – Sätze bei: drei Gospels von extrem unterschiedlicher Grundstimmung und eine Bearbeitung des Satzes „Jesus bleibet meine Freude“ aus der Kantate Nr. 147 von Johann Sebastian Bach.

Zum Auftakt erklang – sauber intoniert und ohne instrumentale Begleitung vorgetragen – der Chorsatz „My Lord, what a morning“, dessen Text des Sängers Staunen vor Gottes schöner Natur zum Ausdruck bringt. Es folgte der von manchen durchlittenen Nöten berichtende Gospel „Nobody knows the trouble I’ve seen“, den Mirco March auf seinem elekronischen Klavier mit vollen Akkorden andächtig begleitete. Dem nachfolgenden, deutschsprachigen Kantatensatz von J. S. Bach, bei dem das Piano in außergewöhnlich raschem Tempo der Orgelpart übernahm, hätten ein paar zusätzliche Sopranstimmen gut getan. Diejenigen aber, die im Einsatz waren, überzeugten durch klare Aussprache des Textes und sicheres Einhalten des vorgegebenen Tempos, - so auch auch bei den häufig eingefügten Unisono-Passagen.

Zum Abschluss der von Pastor Hans-Joachim Stuck gestalteten Feierstunde zeigte sich der Chor von seiner temperamentvollen Seite, indem er – zu fetzig swingender Klavierbegleitung – voller Hoffnung die bald bevorstehenden Begegnung mit Gott ankündigte: „Soon and very soon we are going to see the King.“

Mirco March gab bekannt: „Der bislang noch namenlose Workshop-Chor wird seinen Status als nur zeitlich limitiert übende Singgemeinschaft aufgeben.“ Vom kommenden Mittwoch wird regelmäßig an diesem Wochentag ab 19.45 Uhr im Ladelunder Pastorat geprobt. Er solle die Nachfolge des lange Zeit von Stephanie Budde geleiteten „Projekt-Chores“ antreten, sich aber nicht auf zeitlich begrenzte Vorhaben beschränken und deshalb einen – noch zu findenden – neuen Namen erhalten. Wer immer dem Chorgesang zugetan ist, sei – mit oder ohne Notenkenntnisse – eingeladen, den Chor zu verstärken. Dessen ersten Auftritt werteten Zuhörer beim Verlassen des Gotteshauses als „hoffnungsvollen Beginn“.

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