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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 13:57 Uhr

Ein herausragendes Klangerlebnis

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Fünf Chöre fanden sich in der Niebüller Christuskirche zu einem Adventskonzert in ausgezeichneter Raumakustik zusammen

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2016 | 14:03 Uhr

In der Niebüller Christuskirche fand am vierten Advent ein außergewöhnliches Konzert auf hohem künstlerischen Niveau statt. Gesungen wurde es von fünf Chören, die der Kantor i.R. Hans-Werner Jürgensen zur Zeit regelmäßig betreut: dem Gemischten Chor Bohmstedt, dem Männer- wie auch dem Gemischten Chor des Gesangvereins „Eintracht Enge von 1888“, dem Friesenchor „Frasche Loosche“ und dem Posaunenchor Ascheberg. Ferner wirkten mit: Rosemarie Arndt (Solo-Sopran), Ulrike Jürgensen und Kirsten Mielke (Altstimmen und Blockflöten), Hartmut Friedel (Kirchenorgel) sowie Hans-Werner Jürgensen (Kasten- und Kirchenorgel, Tuba sowie musikalische Gesamtleitung). Zum besonderen Klangerlebnis der Zuhörer, die das Kirchenschiff füllten, trug die ausgezeichnet tragende Raumakustik nicht unerheblich bei.

Pastorin Sylvia Kilian-Heins hieß alle Gäste willkommen, die einstudierte Advents- und Weihnachtsmusik solle bewirken, dass Weihnachten allen Versammelten „tief ins Herz fallen möge.“ Dann eröffnete Hartmut Friedel in stilsicherer Manier, mit der auf der klangschönen Marcussen-Orgel gespielten, Johann Sebastian Bach zugeschriebenen „Fantasie in c“, das umfang- und abwechslungsreiche Programm.


Abwechslungsreiches Konzertprogramm


Anschließend stellte sich der erfreulich sauber intonierende Posaunenchor vor, indem er mit schlankem Ton zunächst den von einem unbekannten Meister verfassten Hymnus „Hosianna in der Höh“ und wenig später ein fröhliches Vorspiel zum Choral „Macht hoch die Tür“ von Manfred Schlenker aufspielte.

Mit letzterem leitete er eine mehrere Strophen umfassende Satzfolge ein, bei der mal der Gesamtchor, mal nur die Frauen oder Männerstimmen die Führung übernahmen, dann wieder die Bläser die gesamte Gemeinde begleiteten. Ähnlich wurde mit dem Adventschoral „Es kommt ein Schiff geladen“ verfahren, den das Ehepaar Ulrike und Hans-Werner Jürgensen per Blockflöte und Klavier einleiteten, bevor der Choral strophenweise mal von der Sopran-Solistin Rosemarie Arndt, danach von allen Frauen- oder Männerstimmen des Chores oder – mal mit, mal ohne Mitwirkung der Blechbläser - von den Zuhörern gesungen wurde.

Die Gesangssolistin überzeugte besonders bei ihrer andächtigen Wiedergabe des Wiegenliedes der Maria von Max Reger, bei ihrer einfühlsamen Interpretation des frühbarocken Satzes „Ave Maria“ von Giulio Caccine und beim Gesang der von den Altblockflöten und der Orgel meisterlich begleiteten Arien „Schafe können sicher weiden“ und „Puer natus est“ von Joseph Reinberger. Der nach Frauen- und Männerstimmen gut ausgewogene Gesamtchor wusste besonders zu überzeugen bei dem „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter und dem – vom Posaunenchor begleiteten – Hymnus „Lobsinget Gott, dem Herrn“ von Camille Saint Saens. Als herausragende Leistungen der Blechbläser sind zu nennen: „Hark the Angels“ von Felix Mendelssohn-Barthody, der „Weihnachtshymnus“ von Peter Schaber und das Vorspiel zum Lied „Herbei, o ihr Gläubigen“ von Friedrich Grümke. Als Solist wie auch als Begleitorganist auf der von der Firma Paschen überarbeiteten Marcussen-Orgel bot Helmut Friedel eine makellose Leistung. Auch Hans-Werner Jürgensen begeisterte als Instrumentalist und als Dirigent, der alle Fäden sicher in der Hand behielt und am Ende zu Recht laut bejubelt wurde.


Unsicherer Beifall störte die Konzentration


Als einzige negative Anmerkung sei vermerkt, dass leider vergessen wurde, auf dem Programm auszusagen, wie das Publikum es mit dem Beifall halten solle. So störte das unsichere Geklatsche einzelner Zuhörergruppen – so berechtigt es auch gewesen sein mag – doch ein wenig die Konzentration der Mitwirkenden und das Wohlgefühl der im Übrigen begeisterten Zuhörer.

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