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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 03:49 Uhr

Musik mit Seele : Ein Hallelujah fürs Herz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum in der Niebüller Stadthalle bei den USA-Gospel-Singers.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Mit dem weltweit bekannten Ensemble „The Original USA Gospel Singers & Band“ hielt das ursprüngliche Amerika mit seiner authentischen Kultur der Afro-Amerikaner in der bis auf den letzten Platz besetzten Niebüller Stadthalle Einzug. Der emotionale Funke sprang sofort über und entfachte ein flammendes Feuerwerk der Lebensfreude. Das war Weltklasse! „Are you sure, you have a good time?“ Tenor Paul Gibbs fragte vorsichtshalber nach und erhielt ein Ohrenbetäubendes „Yeah” als Antwort. Das Niebüller Publikum zog sämtliche Register seiner Begeisterungsfähigkeit. Es stand klatschend und pfeifend in den Stuhlreihen.

Die wunderbar farbige Lichtshow, für die Armin Emser verantwortlich zeichnete, tat ein Übriges, um das Publikum in eine andere Welt eintauchen zu lassen. In die Welt einer Kultur, die von der Entstehung bis heute, von Mahalia Jackson bis James Cleveland, nichts von ihrer ursprünglichen Emotionalität und Religiosität eingebüßt hat. Durch die immense spirituelle Kraft der einzelnen Songs wie „Oh happy day“, „I will sing Hallelujah“, „When the saints go“ oder „Swing low sweet chariot“ möchte die Gruppe Menschen auf der ganzen Welt erreichen und einander näher bringen, sagte Tenor Paul Gibbs. Sie seien traditionell mit der Gospelmusik verwurzelt, die sie in ihrem täglichen Leben begleitet. Daher sei es für sie als Afro-Amerikaner besonders schön, dass sich so viele Europäer für ihre Musik begeisterten. Gospel sei in Amerika eine Form des Betens und Ausdruck tiefer Lebensfreude. Sie hätten selbst die Augen des Papstes bei einem ihrer Weihnachtskonzerte mit ihrer grenzenlosen Liebe zur Gospelmusik zum Leuchten gebracht. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Shows sei die aktive Teilnahme des Publikums. Die dabei geweckten Emotionen würden den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Die sechs Musiker Paul Gibbs, Carl Ellis, Jerome Lewis, Bridget Carrington, Sarah Brown und Donniele Graves konnten ihr Temperament kaum zügeln. In ihren langen blauen Gewändern tanzten sie im Takt der tief religiösen Lieder von einem Ende der Bühne zur anderen. Ihr temporeicher Körpereinsatz reichte bis an die Grenze der Ekstase. Es ging eine ungeheure Kraft von ihnen aus. Auch die Zuhörer wurden eingebunden in das atemberaubende Geschehen.

Ob im Chor oder als Solisten, mit Begleitung von Percussion (Bernard Fleger) und Keyboard (Will Lewis) oder A-Capella, die sechs Vollblutmusiker verblüfften immer wieder mit einer phantastischen Wandelbarkeit ihrer Stimmen. Mit stehenden Ovationen nach drei Zugaben mussten die Niebüller die weit gereisten Gäste schließlich entlassen.

 

 

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