„Ein gewaltiger Sanierungsbedarf“

Finanzministerin Monika Heinold besuchte die Grundschule Klixbüll.
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Finanzministerin Monika Heinold besuchte die Grundschule Klixbüll.

Finanzministerin Monika Heinold überzeugte sich vor Ort in Klixbüll über den Einsatz von Landesmitteln zur Sanierung von Schulen

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03. Juni 2014, 08:30 Uhr

Am gestrigen Vormittag stattete die Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, Monika Heinold, der Grundschule Klixbüll einen Informationsbesuch ab. Sie tat dies im Zuge einer zweitägigen Reise zu Kindergärten und Schulen, die durch das 11,5 Millionen umfassende Investitionsprogramm „Energetische Sanierung“ gefördert werden. Insbesondere wollte sie sich vor Ort davon überzeugen, wie bereitgestellte Fördermittel verwendet oder verplant wurden. Zu ihrer Reise merkte sie vorab an: „Egal, ob bei Brücken, Straßen oder öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kitas – über die letzten Jahrzehnte hat sich landesweit ein gewaltiger Investitions- und Sanierungsbedarf aufgestaut.“ Diesen gelte es nun Stück für Stück aufzulösen. Dafür habe die Landesregierung seit des Regierungswechsels im Jahre 2012 rund 170 Millionen Euro in Form von zweckgebundenen Sondervermögen bereitgestellt. Wie Bürgermeister Werner Schweizer nach der Begrüßung der Ministerin sowie der Klixbüller Teilnehmer an der Zusammenkunft ausführte, hatte die Gemeinde Klixbüll als Träger der Grundschule Klixbüll für deren energetische Sanierung einen Zuwendungsbescheid erhalten, der eine 90-prozentige Förderung der Ausgaben bis zu einer Höhe von 108 360 Euro zusage. Das eingereichte Konzept umfasse hauptsächlich die Renovierung der Stirnwand des Schulgebäudes, die Trockenlegung und Isolation der Außenwände, eine Nachisolierung der Decken und den Einbau hochwertiger Fenster. „Dadurch wird sich unser Energieverbrauch deutlich verringern,“ so prognostizierte Sven Gehlsen als Vorsitzender des Bau-, Wege-, Energie- und Umweltausschusses.

Monika Heinold hob hervor, das Investitionsprogramm für die energetische Sanierung der Kindergärten und Schulen ziele darauf ab, dass sowohl die Betreuungs-, als auch die Lernsituation der Kinder verbessert werde. „Wir tun etwas für den Kinderschutz und helfen den Trägern der Bildungseinrichtungen, Betriebskosten einzusparen.“ Die 11,5 Millionen an Fördermitteln habe man auf die Kreise verteilt. Für den Kreis Nordfriesland seien 698 000 Euro bereitgestellt, davon 558 000 Euro für die Kindertagesstätten Ladelund und Ahrenviöl und insgesamt 140 000 Euro für die Grundschulen in Klixbüll und Leck.

Nachdem die Ministerin darum gebeten hatte, ihr den Zustand des Gebäudes und die vorhandenen Räume und Außenanlagen vor Augen zu führen, übernahm Schulleiterin Edeltraud Dahmani beim Rundgang die Führung. Die Schilderung der pädagogischen Arbeit an ihrer Schule begeisterte die Ministerin Monika Heinold so sehr, dass man sie sagen hörte: „Wenn ich noch einmal Kind sein könnte, würde ich hier gerne zur Schule gehen.“




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