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Niebüller Demenztage : Ein gelungener und informativer Abschluss

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am Freitag gingen in Niebüll die Aktionstage zum Thema Demenz zuende.

von
erstellt am 01.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Am dritten und letzten Tag der Niebüller Demenztage ballte sich noch einmal zusammen, was zum großen Themenkomplex in Praxis und Theorie beitrug. Ort des Geschehens war die Seniorenwohnanlage am Bachstelzenring, wo deren Leiterin Ruth Schulz den Tisch für ein „Fingerfood für Demente“ gedeckt hatte. Dort sollten sich Betroffene bedienen und „in richtiger Reihenfolge essen, das Besteck seiner Funktion nach richtig ‚händeln‘ und überhaupt demonstrieren, wie essen geht.“

Auch wurde Besuchern des Hauses das beschützte Wohnumfeld vorgestellt. Die Neurologen Carl- Henrik Korndörfer (MVZ Niebüll) und Birte Mesche (Diako Flensburg) gaben, visuell unterstützt von Postern, Ratschläge zum Themenkomplex Demenz. Angelica Lorenzen (Sozialpsychiatrischer Dienst) stellte die Angehörigengruppe vor, die sich altersverwirrten Menschen widmet und deren Mitglieder einander austauschen. „Wir sind die Gruppe mit den fünf ‚L‘“, hieß es aus deren Mitte. „L“ wie lassen, loben, lieben, lächeln und locken. Und nicht nur das. Die Gruppe rät, rechtzeitig Hilfen bei der Pflege und Betreuung anzunehmen, sich gut über die Krankheit zu informieren, die Veränderung beim Angehörigen als Krankheit wahrzunehmen, sich auch einmal Auszeiten zu gönnen, um Kraft zu sammeln – und sich auf keinen Fall zu isolieren und sich einer Angehörigengruppe anzuschließen.

Vorsorgelotse Sievert Johannsen empfiehlt, sich rechtzeitig auf den „Fall der Fälle“ vorzubereiten. Er gab Tipps für Betreuungs- sowie Patientenverfügungen und erläuterte die Bedeutung der Vorsorgevollmacht. Und überhaupt war es in der Seniorenwohnanlage ein gelungener und informativer Abschlusstag. Das meinten auch Stadtmanager Holger Heinke und Christine Becker von der „Geri“ am Klinikum Niebüll.

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