Klassische Musik : Ein Fest der Fröhlichkeit

Regionalkantorei, Flötenkreis Neukirchen und Instrumentalkreis animierten zum Genießen und Mitsingen

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24. Dezember 2014, 05:00 Uhr

Die vom Lecker Kirchenmusiker Thomas Hansen geleitete „Regionalkantorei“, der von Christel Johannsen betreute „Flötenkreis Neukirchen“ und ein von Volker März ins Leben gerufener Instrumentalkreis, bestehend aus Hubert Lürkens (Oboe), Brigitte und Sören Ullrich (Violinen), Dirk Jacobsen (Violoncello) und Volker März (Truhenorgel), gaben in der Kirche zu Stedesand ein fröhliches Weihnachtskonzert. Dessen Programm hatten sie in drei Kapitel aufgeteilt: „Alt und Neu“, „Die Hirten tanzen“ und „Die Engel jubeln“.

Den feierlichen, 500 Jahre alten Gesang „Alta trinita beata“ singend zogen die Sänger und Instrumentalisten feierlich ins Kirchenschiff ein, um sich sodann im Chorraum zu positionieren. Der Chor eröffnete das Programm mit dem barocken Freudengesang „Psallite“ und dem etwas moderneren Satz „Canta cantemus“. Bei der nachfolgenden Choralbearbeitung „Mit Ernst, o Menschenkinder“ von Christoph Graupner trat der Instrumentalkreis – wenngleich auch erst im zweiten Anlauf – mit einem sehr bewegten Begleitsatz hinzu.

Danach wartete die Flötengruppe gekonnt mit einigen zeitgenössischen, spieltechnisch nicht ganz einfachen Variationen über die Lieder „Freu’ dich, Erd’ und Sternenzelt“ und „Fröhlich soll mein Herze springen“ auf.

Im zweiten Block ihrer Darbietungen ließen die Vokalisten und Instrumentalisten die Hirten tanzen: der Chor bei seiner Interpretation eines Dialogs mit Josef und des Liedes „Die Hirten bei Nacht“, der Instrumentalkreis mit zwei tänzerischen „Hirtenmusiken“ von Henry Purcell und beide gemeinsam mit dem Lied „Kommet ihr Hirten“ (Karl Riedel) und dem geistlichen Konzert „Ihr lieben Christen“ für Chor, Solisten und Orchester von Andreas Hammerschmidt. Bei dem von der Truhenorgel einfühlsam begleiteten Lied „Heiligste Nacht“ lösten sich der Chor und dessen Solisten aller vier Tonlagen auf reizvolle Weise einander ab. Der moderne, temperamentvolle Satz „Quempas 2.0“ von Matthias Nagel unterschied sich deutlich von der sehr alten, weitaus bekannteren Version aus der Barockzeit ab.

Das Kapitel des Jubels der Engel leitete Thomas Hansen ein, indem er nach Art eines Crashkurses dem Publikum den Kanon „Ubi sunt gaudia“ eintrichterte, um ihn dann so lange zu üben, bis die Zuhörer und Choristen ihn vierstimmig aufzuführen vermochten. Mit zwei sauber intonierten Sätzen von Michael Altenburg, einem bedeutenden Komponisten der Renaissance, leiteten die Blockflöten über zum Höhepunkt des Abends: der Choralkantate „In dulci jubilo“ für Chor Basso continuo und zwei Violinen von Dietrich Buxtehude.

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