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Ein Fahrzeug für die DRK-Gemeinschaftsunterkunft

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die DRK-Gemeinschaftsunterkunft bekam Hilfe. Der Besitzer des Niebüller Ford-Autohauses Hubertus Brauer steuerte zur Anschaffung eines Nutzfahrzeugs einen Zuschuss bei und übernahm für die Dauer von zwei Jahren dessen kostenlose Pflege und Wartung. Der Gesamtwert der Spende beträgt 2000 Euro.

Danke für diese Geste sagten Unterkunftsleiterin Birte Matthiesen und Oberamtsrat Harry Schröder, Leiter der Stabsstelle Kommunales und Ordnung beim Kreis Nordfriesland. Das „gute gebrauchte“ Fahrzeug, ein Transit Connect, dient der Unterkunft für Fahrten zu den Sozialämtern und Asylantenunterkünften und für dienstliche Transporte.

Amtsleiter Schröder berichtete, dass zurzeit 465 Asylanten in Nordfriesland weilen: davon 165 geduldete Personen und 300 Asylbewerber im Verfahren. Die Zahl der aktuellen Asylanten liegt um 70 Prozent höher als 2013, begründet durch den starken Zugang vor allem aus Herkunftsländern wie Syrien, Afghanistan und Serbien. Schleswig-Holstein muss 3,38 Prozent der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge aufnehmen – und Nordfriesland 5,8 Prozent von diesem Anteil.

„Die Unterbringung der Asylanten im Flächenkreis Nordfriesland ist schwer“, erklärte Schröder. Als löblich sei das schon Jahrzehnte währende Engagement der Stadt Niebüll zu bewerten. Birte Matthiesen berichtete, dass in der Unterkunft zurzeit eine starke Fluktuation herrsche. Dauerte der Aufenthalt früher mehrere Monate im Durchschnitt, so beträgt er jetzt gerade mal vier bis sechs Wochen. „Dennoch versuchen wir nach Kräften, die Verweildauer der Menschen bei uns mit möglichst viel Leben zu erfüllen.“ Dabei hilft ihr auch Dolmetscher Shamil Azhiev, der Deutsch, Englisch, Russisch und Tschetschenisch spricht.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 12:22 Uhr

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