Eigenleistung und Verhandlungsgeschick: Enge-Sande spart 85 000 Euro

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16. November 2016, 12:56 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Enge-Sande musste im vergangenen Dienstjahr drei Mal zu ernsten Einsätze ausrücken: Zweimal war sie zu Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen gerufen worden, einmal zu einem Entstehungsbrand in Enge. Je einmal hatte es für sie geheißen, eine brennende Mülltonne zu löschen und eine Wohnungstür zu öffnen. Das wurde auf der Jahresversammlung im neuen Gerätehaus deutlich, zu der Ortswehrführer Hermann Friedrichsen 35 der 42 Aktiven seiner Wehr begrüßen konnte.

Von den 23 angefallenen Dienstabenden hatten neun im Zeichen praktischer Übungen feuerwehrtechnischer Art gestanden. Das 116. Stiftungsfest wurde als voller Erfolg gewertet. Auch beteiligten sich die Freiwillige Feuerwehr, die Jugendwehr und die Ehrenabteilung aktiv am Umzug vom alten ins neue Gerätehaus. Zum Tag der offenen Tür waren viele Einwohner gekommen, um sich das Gebäude genau anzuschauen.

Wehrführer Hermann Friedrichsen bedankte sich beim Feuerwehrvorstand sowie bei allen Kameraden für gute Mitarbeit. Weitere Dankesworte galten der Gemeinde Enge-Sande und der Freiwilligen Feuerwehr Soholm-Schardbüll-Engerheide sowie den Jugendwarten Jan Gregersen und Nicki Skubsch für tatkräftigen Einsatz und harmonische Zusammenarbeit. Mit der Dienstbeteiligung seiner Kameraden sei er „sehr zufrieden“, betonte der Chef der Ortswehr. Als stellvertretender Ortswehrführer merkte Klaus-Peter Klitzke dazu an, die Beteiligung habe genau 46,3 Prozent betragen, weise also noch genügend „Luft nach oben“ auf.

Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen lobte die rege Aktivität der Wehr seiner Gemeinde und wies mit Stolz darauf hin, dank zahlreicher Eigenleistungen und guten Geschicks bei Verhandlungen mit Firmen habe der Bau des Gerätehauses – anstelle veranschlagter 690  000 Euro – nur 605  000 Euro gekostet. Somit habe man 85  000 Euro eingespart. „Wenn ik sehn heff, mit wat för een Begeisterung un Insatz jem an disse Gebüde mitwirkt hebbt, kann ik as Bürgermeister ganz beruhigt sin,“ stellte Thomsen fest. Auch der stellvertretende Amtswehrführer Lutz Boysen stellte der gastgebenden Feuerwehr ein gutes Zeugnis aus, dem sich alle weiteren Grußredner ausnahmslos anschlossen.

Martin Winterlich und Matties Gimm wurden zu Oberfeuerwehrmännern, Ralf Christiansen zum „Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen“ befördert. Gemeindewehrführer Carsten-Peter Carstensen ehrte den Jugendwart und Brandmeister Jan Gregersen für dessen vielseitige Verdienste um die Jugendfeuerwehr Enge-Sande und nicht zuletzt auch für seinen engagierten Einsatz beim Bau des Feuerwehrgerätehauses, indem er ihm das Feuerwehrehrenkreuz in Bronze ansteckte.

Melf Brodersen, der wenige Tage zuvor von der Jugend- in die Freiwillige Feuerwehr überstellt worden war, wurde nunmehr einstimmig in die aktive Wehr aufgenommen.

Kassenwart Ralf Christiansen beklagte in seinem Kassenbericht, durch das negative Ergebnis eines Festes sei der Kassenbestand geringfügig abgesunken. Es sei zu überlegen, ob der Mitgliedsbeitrag demnächst moderat angehoben werden sollte. Vor einer Entscheidung will der Vorstand die Angelegenheit intern beraten.




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