Eigenem Wertekonzept treu geblieben

Musikalischer Auftakt: Chantèlle und Delia Berkhahn (mit Mutter Tanja) am Klavier.
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Musikalischer Auftakt: Chantèlle und Delia Berkhahn (mit Mutter Tanja) am Klavier.

200 Klixbüller nahmen am Neujahrsempfang teil / Bürgermeister Werner Schweizer hob die Solidarität in seiner Gemeinde hervor

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26. Januar 2015, 10:20 Uhr

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Klixbüll fanden sich gut 200 Besucher in der örtlichen Sporthalle ein, wo Bürgermeister Werner Schweizer sie – über ihre Anzahl hoch erfreut – willkommen hieß. Zu den mehr als dreißig Ehrengästen, die er dabei namentlich hervorhob, zählten die Bürgermeister und Repräsentanten der Freiwilligen Feuerwehren einiger Nachbargemeinden sowie die Abordnungen örtlicher Vereine, Verbände und Institutionen. Ein Extragruß galt den beiden Schwestern Chantelle und Delia Berkhahn, die beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ bereits häufig erfolgreich in Erscheinung traten. Sie eröffneten in temperamentvoller Weise das Programm mit virtuoser Klaviermusik zu vier Händen, unter anderem von George Onslow und Camille Saint-Saens, und ernteten dafür lebhaften Beifall.

Sodann gab Bürgermeister Schweizer bekannt, Peter Andresen sei von seinen Kameraden zum vierten Male zum Orts- und Gemeindewehrführer der Frewilligen Feiuerwehr Klixbüll gewählt worden. Er bat ihn zu sich, um ihn sodann offiziell zu ernennen und zu vereidigen. Dank sprach das Gemeindeoberhaupt der vor 13 Monaten ins Leben gerufenen „Bürgerstiftung Klixbüll“ sowie der „Siegfried und Laura Hansen-Stiftung“ für großzügige finanzielle Zuwendungen aus. Erstere hatte für die Unterstützung der Schulsozialarbeit 20  000 Euro, letztere 4000 Euro für Hilfsmaßnahmen zugunsten unschuldig in Not geratener Menschen zur Verfügung gestellt.

In einem halbstündigen Jahresrückblick auf die wichtigsten Themen, mit denen die örtliche Gemeindevertretung sich hatte befassen müssen, wurde deutlich, dass das Gremium sich an sein eigenes Wertekonzept gehalten hatte: „Solidarität, Verantwortung, Respekt sowie Wertschätzung und Achtung vor der Schöpfung.“ Zur Sprache kamen unter anderem die Unterstützung der Arbeit des Kindergartens und der – weit über die Ortsgrenzen hinaus geschätzten – Grundschule und Offenen Ganztagsschule Klixbüll. Zu danken sei auch für eine umfassende energetische Sanierung des Schulaltbaus mit Hilfe des Kultusministeriums. Lobend hob Werner Schweizer das erfolgreiche Ringen um ein „Dörpscampus“ hervor, dessen Errichtung 795  000 Euro kosten wird, die Sanierung des Schwimmbades, das 2014 von rund 9500 Besuchern genutzt wurde, und der erfreulich zügig erfolgte Ausbau der Straße B199.

Die Bemühungen um eine Breitbandversorgung habe gute Fortschritte erkennen lassen, erklärte der Bürgermeister. „Erfreulich ist, wie gut sich die Gästegruppe aus Syrien in die Dorfgemeinschaft eingeführt habe.“ Die Einnahmen der Gemeinde aus der Gewerbesteuer beliefen sich auf stolze 501  000 Euro, zu denen der Windpark 1 maßgeblich beigetragen hatte.

Andreas Thomsen stellte das von ihm verfasste Buch „500 Jahre Reformation“ vor (wir berichteten), in dem er sich mit Martin Luthers Leben und Werk befasst, aber auch auf heimatgeschichtliche Besonderheiten aus jener Zeit hinweist. Ein gemeinsames Essen bot den Teilnehmern des Empfanges abschließend Gelegenheit, sich – zwanglos plaudernd - über die vielen gehörten Informationen gedanklich auszutauschen.

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