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Eigene OGS für Lecks Grundschüler kommt zum 1. August

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2016 | 12:15 Uhr

An der Grundschule an der Linde Leck/Außenstelle Enge-Sande wird zum 1. August eine eigene Offene Ganztagsschule (OGS) eingerichtet. Das hat die Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Trägerschaft hat die Gemeinde Leck. Bislang nehmen die Grundschüler Angebote der OGS an der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au wahr und müssen nach Unterrichtsende dorthin gebracht werden. Das soll nach den Sommerferien anders werden.

Grundschulleiter Jan Lietzau ist froh über diese Entscheidung; er war es auch, der mit einem Konzept an die Gemeinde herangetreten war. Die OGS am Grundschulstandort mache Leck attraktiv für Eltern schulpflichtiger Kinder. Die Betreuungseinrichtung über den Unterricht hinaus ermögliche, die Bildungschancen fair zu verteilen. Und: „Kinder können Schule als Bildungseinrichtung positiver erleben, weil sie Erfolgserlebnisse verbuchen können, zudem wird eine hochwertige Mittagsversorgung garantiert.“

Auch Holger Karde, Leiter der Gemeinschaftsschule, kann dem Beschluss Positives abgewinnen. Wenn die Kinder schon im Grundschulalter die OGS der Gemeinschaftsschule nutzten, sei es für sie später „nicht mehr so cool“, so Karde. Die Angebote verschlissen sich auch irgendwann. „Ich glaube, es ist leichter für beide Schulen, ein altersgerechtes Angebot hinzubekommen, wenn wir getrennte Wege gehen.“ Gleichwohl sei die altersgemischte OGS pädagogisch spannend gewesen. Karde: „Es hat nie Schwierigkeiten gegeben.“

Geplant ist, dass die neue OGS montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr Betreuung bietet, angenommen wird, dass täglich 60 Kinder die Angebote nutzen. Eltern zahlen eine monatliche Pauschale, die neue Satzung sieht vor, dass die Gebühren für das Angebot für Grundschulkinder leicht angehoben werden (2,50 Euro pro Tag). Die Gesamthöhe richtet sich danach, wie viele Angebote das Kind wahrnimmt, dazu kommt das Mittagessen „als Herzstück einer Offenen Ganztagsschule“, wie mehrere Mitglieder der Versammlung betonten.

Für die Organisation soll im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung eine Kraft zur Koordination eingestellt werden. Und das baldmöglichst, da bereits vorab Aufgaben anfallen, wie Flyer erstellen und Kursleiter buchen. Da noch nicht klar ist, wie sich die Anmeldezahlen entwickeln, sollen die Kursleiter zunächst auf Honorarbasis (zehn Euro pro Stunde) eingestellt werden, nach einem Jahr wird überprüft, ob nachjustiert werden muss. Die Einrichtung der OGS kostet die Gemeinde Leck laut Kalkulation und Gegenrechnung von Einnahmen und Ausgaben im besten Fall rund 30  000 Euro pro Jahr, würden die Gebühren nicht moderat erhöht, wären es rund 40  000 Euro.








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