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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 16:54 Uhr

Ehemaliges Deezbüller Ehrenmal ist Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das alte Deezbüller Ehrenmal, das an die 108 Gefallenen der beiden Weltkriege erinnerte, ist nun auch vom Erdboden verschwunden. Am Volkstrauertag 2014 war die 1954 von Deezbüller Bürgern um Dr. Peter Boysen errichtete Anlage durch ein neues Ehrenmal auf dem Friedhof an der Apostelkirche ersetzt worden.

Erster Schritt des Abbruchs war die Entfernung der Eingangspforte, die private Verwendung gefunden hat. Zweiter Schritt war eine Offerte an die Familien, die kleinen Gedenksteine mit den Namen ihrer im Krieg gebliebenen Angehörigen abholen zu können. Von diesem Angebot wurde auch Gebrauch gemacht, jedoch nur in geringem Umfang, weil das Ende der Weltkriege I und II bereits 97 beziehungsweise 70 Jahre zurück liegt und betroffene Angehörige in die Jahre gekommen sind oder nicht mehr leben.

Den letzten Akt haben Baumaschinen übernommen. Kreuz, Betonblock, Gedenktafel und Findlinge abzuräumen, teilweise tonnenschwer, waren eben nur mit schwerem Geräte zu zerkleinern und zu entfernen. Dieses und die nötige Manpower sponserte Firmenchef Martin Limbrecht.

Was vom Ehrenmalsgelände abgeräumt wurde, ging teils in privaten Besitz über, teils zum Entsorgungspark Mommsen, wo es geschreddert und auf irgendeine Art wiederverwendet wird. Der Baumbestand am alten Ehrenmal ist bis auf einige Ausnahmen weitgehend erhalten geblieben.

Was aus dem Ehrenmalsgelände, ehemals Teil des Deezbüller Pastoratsgartens, wird, steht noch nicht fest. „Darüber wird sich der Kirchengemeinderat Gedanken machen“, erklärte Pastor Dr. Winter auf Anfrage. Das Gelände für’s Ehrenmal war dem Trägerverein auf Zeit überlassen worden. Diese Zeit war am Volkstrauertag 2014 abgelaufen.


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