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„Dreiviertel Taktlos“ und ein neues Zugpferd

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 25.Mär.2015 | 11:25 Uhr

Die zweite Offene Bühne war im Ratskeller erneut der absolute Brenner. Wieder mussten rund 50 Musikfans abgewiesen werden, obwohl die Veranstalter für mehr Platz gesorgt hatten. Mit der Liedermacherin und „Santiano“-Sängerin Synje Norland kam ein von TV und Funk bekanntes Zugpferd in den brechend vollen Keller.

Sie begeisterte mit einem spontan vorgestellten Song über ihren Umzug von Lüneburg nach Süderlügum und einigen älteren Songs. Highlight war ihre Kate-Bush-Adaption. Die Anlage, die vorher schepperte, brachte nun die Töne glockenrein und silberhell herüber. Da wunderte sich ihr Vater, Jürgen Lüders. Der Soundmaster und Erfinder der Offenen Bühne hatte das neue Hauptprogramm mit „Parachute“ als Starter zusammengestellt. Das Akustik-Duo „Raphael und Patrick“ aus Süderlügum überzeugte zu Beginn mit schönen einfühlsamen Songs. Die „Oldies“ von „Fishwaterbob“ aus Niebüll bewiesen danach, dass sie – gerade nach dem Tod ihres Schlagzeugers – auch Unplugged-Rock spielen können. „Alte Hasen auf neuen Wegen“, kommentierte die gut aufgelegte Moderatorin Vera Hesse. Sänger Jochen Roosen riss die Zuschauer mit, animierte zum Mitklatschen. Als Special Guest kam Steffen Sörensen (Alt-Horsbüll) auf die Bühne, er zelebrierte seinen Song über das Musikhaus Lüders mit viel Verve.

Sensationell war dann die echte offene Bühne nach der Pause. Hier war der Auftritt der Truppe „Ulla und die Jungs“ der Knaller des Abends. Deutsche Texte zum Mitschwingen; das kam gut an, eine Zugabe wurde gern erteilt. Eine überraschende Entdeckung! Die ein wenig laute Heavy-Rock-Band „Dreiviertel Taktlos“ zeigte sich danach zwar unverbraucht, benötigt allerdings noch ein wenig Trainingszeit, um richtig anzukommen. Peter Huene gefiel als Interpret von „Crosby & Co“, bevor das Herren-Duo „Harald und Jörg“ mit Countrysongs zum Zuhören einlud.

Der stimmungsvolle Abschluss des Abends gelang mit dem früheren „Männergesangsverein“ Peter, Harald und Jürgen (Lüders), die einige Klassiker darboten. Bei „Country Roads“ stimmten dann alle Besucher mit ein.

Fazit: wieder ein rundherum gelungener Abend mit neuen Talenten und alten Könnern. Ein Konzerterlebnis, das diesmal ein neues Publikum anlockte; es waren viele Jüngere dabei. In den Sammelhut kamen etliche Euro. „Diesmal wird für ein Piano gesammelt“, erklärte Jürgen Lüders. „Und das kommt als feste Einrichtung in den Ratskeller“, versprach Wirtin Ursula Gade-Grabow. Die nächste Offene Bühne ist für den 16. Mai geplant.



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