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Bürgerfest : Drei Tage Vielfalt und Fröhlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Trotz des wechselhaften Wetters verzeichneten die Organisatoren das 28. Lecker Bürgerfest erneut als großen Erfolg. Zu den Höhepunkten zählte auch diesmal das Entenrennen am Sonntag.

Der kleine Matz schlug mit seinen Händen auf die Djembe und tat es den Erwachsenen gleich: Die Trommelgruppe „Hand in Hand“ war lauter als das Grollen am Himmel. Da hatte das Gewitter keine Chance mehr und machte der Sonne Platz. Sommerliche Temperaturen, gemütliches Treiben und ein friedvolles Miteinander prägten am Sonnabend die „Bunte Meile“ mit seinen dichten Menschentrauben.

Der Schock saß tief bei den Organisatoren des 28. Bürgerfestes, denn Blitz, Donner und Regenmassen waren nicht vorausgesagt worden. „Dabei war ich vorige Woche beim Papst und habe um Bilderbuchwetter gebeten“, schmunzelte Vorsitzender Charly Werner. Na ja, das kam dann auch, aber beim Aufbau lange vor den Geschäftszeiten waren alle Akteure gut beraten, Regenschirme und Plastikplanen einzusetzen. Einige Händler blieben wegen des schlechten Wetters zuhause, andere Spontan-Verkäufer nahmen ihre Plätze ein. „Die Leute kommen später als in früheren Jahren. Das kommt daher, dass alles perfekt durchorganisiert ist“, begründete Rüdiger Kohn als Verantwortlicher für die Festmeile.

„Ist das nicht toll, dass alle so gut drauf sind“, schwärmte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn und lobte die Vielfalt: „Es reihen sich nicht nur Essens- und Trinkbuden aneinander. Es ist die Vielfalt, die dieses Bürgerfest ausmacht und sicher ihresgleichen sucht.“

Über 200 Stände säumten die autofreie Hauptstraße. Vereine und Institutionen präsentierten sich, wenige kommerzielle Händler gesellten sich dazu, doch überwiegend breiteten kleine und große Flohmarktleute ihre Schätze aus. Karina Schweitzer und Celina Henning freuten sich: „Es hat sich gelohnt.“ Bummeln, Flanieren, Stöbern, Mitmachen war angesagt und zigtausende Bürger aus der ganzen Region und Urlauber nahmen sich dafür Zeit. Extra angereist waren elf Polen aus Boleslawowo (mit dieser polnischen Stadt ist eine Partnerschaft geplant). Was gab es zu sehen? Beispielsweise hatten sich fünf Landfrauenvereine zusammengetan und informierten rund ums Brot, der Kreisbauernverband Südtondern zeigte das schonende Kaltpressen von Rapsöl, daneben mussten das Schaf Caroline mit ihren Lämmern Max und Moritz sowie die Kuh Mona in dem Trubel ausharren. Bestaunt wurde das neueste Mähdrescher-Modell, daneben der Trecker-Veteran und die Schrotmühle aus dem Jahre 1954.

Die Damen von der Südtondern Tafel baten um Spenden, der Verein zur Betreuung Behinderter Leck und Umgebung backte Pförtchen, der Bürgerbus Ladelund sammelte Zuspruch und Geld, das Wilhelminen-Hospiz machte auf sich aufmerksam, die Kirche lud in ihr Café und zu Turmführungen und vieles, vieles mehr. Karussell, Hüpfburg und Spiele begeisterte den Nachwuchs. Dazwischen erheiterten Stelzenclown Peppino und „Mr. Ballonie“ die Festbesucher. Musik satt gab es auf den beiden Bühnen: Blasmusik, Hits und Evergreens, Duddelsack- und Percussionklänge sowie eine beeindruckende Falco-Show mit dem Double Thomas Thomsen.

Wie gut, dass sich viele für den Marathon auf der Meile gut gestärkt hatten: Beim traditionellen Bürgerfrühstück wurden 1000 belegte Brötchenhälften über die Theke gereicht, 100 Liter Kaffee ausgeschenkt, Kakao und Milch noch dazu. Bürgervorsteher Andreas Deidert und sein engagiertes Helferteam hatten alles im Griff – und nachher etliches über: Es kamen aufgrund des Regens nicht so viele Frühaufsteher wie gewohnt. Aber dank der spendierfreudigen Geschäftswelt konnten rund 600 Euro eingenommen werden, die dem Nachbarschaftstreff „Wiki 44“ zugute kommen.

Wetterkapriolen versuchten, den abendlichen „Danz op de Straat“ zu beeinträchtigen. Das gelang aber nur zeitweise. Etliche Feierwillige flüchteten kurzweilig vor dem Nass, kamen aber wieder. „Es war wie gewohnt schwarz vor Menschen“, zeigte sich selbst Charly Werner erstaunt. Die Bands „Tonado“ und „Refreshed & Joyride“ fanden ihr Publikum. Pünktlich um Mitternacht wurden die Lautsprecher abgestellt, eine Stunde später meldeten die Getränkestände „Zapfenstreich“.

Auf und davon schwammen schließlich 1300 Plastiktiere beim 7. Lecker Entenrennen. Der Wettkampf am Sonntag auf der Lecker Au zog wieder hunderte von Schaulustigen an. Genau sieben Minuten und 57 Minuten brauchte die schnellste Ente bis zum Ziel, die langsamste trudelte nach mehr als zwölf Minuten ein. Das Rennen der gelben Plastik-Artgenossen bildete zweifellos einen der Höhepunkte beim dreitägigen Bürgerfest in Leck.

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erstellt am 08.Sep.2013 | 18:36 Uhr

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