Musical-Night : Drei Stunden in die Musical-Welt

Die „Company“ - in allen Szenen gut drauf.
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Die „Company“ - in allen Szenen gut drauf.

Das Publikum honorierte die bunten und fröhlichen Aufführungen der „SET Musical Company“ mit stehenden Ovationen

shz.de von
26. Januar 2015, 05:00 Uhr

Sie waren wie schon so oft zuvor gut drauf – und versetzten eine voll besetzte Stadthalle Niebüll in beste Stimmung. Zum wiederholten Mal gastierte die „SET Musical Company“ aus Hannover mit ihrer „Musical Night“ in Niebüll.

Wie oft schon die Company die heimischen Nordfriesen auf die Reise durch die Welt des Musicals mitnahm, vermochte auch Axel Törber nicht zu sagen. Der eloquente Boss der Künstlertruppe, Geschäftsführer der Show, Moderator und Drummer der Band Show-Band in einer Person, schüttelte nur den Kopf. War es für ihn schon Gewohnheit, alljährlich im Januar an das „Niebüller Stadttor“ anzuklopfen?


So fing alles an


Es ist fast 22 Jahr her, als die „SET Company“ das Wagnis startete, Stars aus den Musicals für Tourneen zu verpflichten, um Menschen bundesweit Appetit auf dieses Genre der Musik zu machen. Der Erfolg gab dem Macher Recht. Die Musik-Galas lösten nicht nur Begeisterung aus. Sie führten auch zur Erkenntnis, dass das Musical seine Zugkraft nicht eingebüßt hat und nicht „tot zu kriegen“ ist. Gemeinsam mit der US-amerikanischen Produzentin und Choreografin Colby Thomas stellte Axel Törber ein Programm zusammen, das in über tausend „Nights“ begeisterte. Mit der Zeit gehend, wurde es in den zwei Jahrzehnten ständig der aktuellen Gegenwart angepasst – wie übrigens auch in Niebüll, wo des jüngst verstorbenen Udo Jürgens mit seinem „New-York-Geständnis“ gedacht wurde und das Künstlerquintett dazu auch den weißen Bademantel nicht vergessen hatte.


Sister Act und Aladdin


Es ging in der Tat querbeet durch das Musical. Und der Funke sprang schnell über in das weite Rund der Stadthalle, als Melodien aus „Smash“, „Dschungelbuch“ und „König der Löwen“ erklangen – übrigens alle Live gespielt und gesungen. Mehrfach kam der Dauerbrenner „Sister Act“ zu Gehör, dazwischen Töne aus der Welt des Orients mit „Aladdin“ und aus der französischen „Mantel-und-Degen-Epoche“ mit den Musketieren und sogar ihrem Gegner Kardinal Richelieu (ganz in Rot). Aus dem Dunkel kam der „Tanz der Vampire.


Bekannte Hits


In Teil II jagte ein bekannter Hit den anderen, vor allem im Motown-Medley, wo man „Everybody Needs Somebody“ und „Stop In The Name Of Love“ entzückten, gefolgt vom Streit der Jets mit den Sharks in der „West Side Story“, „Rocky“ und „Les Miserables“. Und dann noch eine Reihe von Bonbons zum Finale. So durften ABBA („Mama Mia“) und Udo Lindenberg („Sonderzug nach Pankow“) ebenso wenig fehlen, wie der Queen’s-Hit „We Will Rock You“.

Zugaben und ein persönlicher Abschied von einem dankbaren Publikum, das sogar stehend applaudierte, beendeten eine Musical Night, die den Broadway für vergnügliche drei Stunden an die Uhlebüller Straße nach Niebüll holte.

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