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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 18:34 Uhr

Drei Streicher, ein Pianist und viel Musik

vom

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

LECK | Das 214. Konzert der Musikfreunde in Leck und Umgebung gestaltete das "Mariani Klavierquartett". Bestehend aus Philipp Bohnen (Violine), Barbara Bundrock (Viola), Arne Christian Pelz (Violoncello) und Gerhard Vielhaber, der am Cello für Peter Philipp Staemmler eingesprungen war, konnte das Ensemble schon viele Auszeichnungen gewinnen.

Die unvorhersehbare Umbesetzung machte jedoch eine Programmänderung erforderlich: Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Werkes "Phantasy Piano Quartett" von Frank Bridge spielten Philipp Bohnen und Gerhard Vielhaber die letzte von Claude Debussy fertiggestellte Komposition: "Sonate für Violine und Klavier g-moll".

Zum Auftakt erklang das eigenwillig konzipierte "Klavierquartett g-moll, KV 478" von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit ihm hatte der Komponist einst sein Publikum erschreckt, da er sich nicht an gängige kompositorische Spielregeln seiner Zeit hielt. Dazu gehörten ein ungewöhnlich wild beginnender Start des 1. Satzes, das Ausbleiben der Beruhigung im zweiten Satz und die Verzahnung mehrerer heiterer Themen im abschließenden Rondo. Das Werk forderte allen Mitgliedern des Klavierquartetts ein Höchstmaß an Virtuosität ab - die den Spielern aber keine erkennbaren Probleme bereitete. Der Pianist und das Streichertrio agierten auf Augenhöhe, völlig gleichrangig und warfen sich gegenseitig die musikalischen "Bälle" zu, dass es einer Freude für jeden Fan der klassischen Musik war. Das galt auch für die Darbietung des Opus 25 von Johannes Brahms sowie für die kurzfristig eingeschobene Sonate für Violine und Klavier von Debussy.

Das Publikum belohnte die vier Musiker zum Abschluss mit lange anhaltendem und lautstarkem Applaus.

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