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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:47 Uhr

Dr. Christian Anders Winter

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 31.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Zum Jahreswechsel fragen Schüler aus Südtondern Dr. Christian Anders Winter (Foto), Pastor der Ev.-luth. Kirchengemeinde Niebüll, was sie schon immer über Gott und das Leben wissen       wollten.

1Kennt Gott die Zukunft?

Dr. Christian Anders Winter: Ja. Gott weiß, was in der Zukunft kommen wird.

2 Wenn alle guten Menschen in den Himmel kommen, ist er dann irgendwann einmal überfüllt?

Für mich ist es ganz wichtig zu glauben, dass nicht nur alle guten Menschen, sondern letztlich alle Menschen bei Gott einen Ort haben, wo sie zuletzt hinkommen werden. Der Himmel ist darum nicht ein endlicher Raum, sondern vielmehr ein Bild für diesen Ort, wo wir Gott ganz nahe sein können und eine ewige Heimat haben werden.

3 Warum lässt Gott auch Kinder sterben?

Der Tod gehört zu unserem Leben und zu unserem Menschsein dazu, und leider müssen eben manchmal Menschen auch schon sehr jung sterben. Für mich ist aber ganz wichtig, dass ich daran glaube, dass Gott keine Freude am Tod eines Menschen hat – er hat ja selbst den Tod seines Sohnes Jesus erleben müssen, und er weiß auch, wie traurig der Tod eines lieben Menschen immer ist. Darum kann er uns in unserer Trauer auch ganz nahe sein. Denn Gott ist ein Gott der Liebe und nicht des Leidens, ein Gott, der mit uns Menschen mitleidet und uns trösten will.

4 Zweifeln Sie manchmal auch an Gott?

Auch für mich gehört der Zweifel immer ein Stück weit zu meinem Glauben dazu. Manchmal ist mir Gott ganz nahe, und manchmal erlebe ich ihn auch als ganz fern. Ich denke aber, das ist auch nicht weiter schlimm, denn ich kann auch immer wieder neu erleben, dass es Gott doch gibt.

5Macht Gott auch mal Urlaub?

Nein, ich glaube, Gott macht keinen Urlaub – in der Schöpfungsgeschichte wird aber auch erzählt, daß Gott sich am siebten Tag von der Erschaffung der Welt ausruhte. Darum ist für uns Christen der Sonntag eben auch eigentlich ein Tag der Ruhe, an dem auch wir von unserer Arbeit ausruhen sollen.

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