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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 08:29 Uhr

Dörpscar: Förderung für Ladestationen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nicht das Fahrzeug, wohl aber die Bezuschussung einer Ladeinfrastuktur für Elektrofahrzeuge hat die Gemeinde in Aussicht gestellt bekommen

Anlässlich ihrer jüngsten Sitzung im örtlichen Dörpscampus hatte die Gemeindevertretung Klixbüll sich mit einer Vielzahl von Themen zu befassen. Besonders gründlich ging sie auf den Tagesordnungspunkt „Beratung und Beschlussfassung zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ ein, da sie plant, ein elektrisch angetriebenes „Dörpscar“ zu betreiben.

Wie Bürgermeister Werner Schweizer dazu einleitend ausführte, sei nach Auskunft des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) und der AktivRegion Nord bei Leasing eines Fahrzeugs eine Förderung nicht möglich, wohl aber für die Einrichtung einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und für die Anschaffung entsprechender Hinweistafeln, vorausgesetzt, die Investitionssumme betrage mindestens 13  336 Euro.

Einstimmig wurde beschlossen, bis zum 12. April für die Installation von bis zu sechs Ladestationen einen Förderantrag mit einem Gesamtvolumen von maximal 20  000 Euro einzureichen. Installiert werden könnten die Stationen im Osten des Gemeindegebietes, an der Seniorenwohnanlage, im Broder-Christiansen-Weg, an der Schule, am Feuerwehrgerätehaus sowie am Raiffeisen-Turm.

Hauke Harder ist schon damit befasst, in Zusammenarbeit mit der Elektrofirma Obernauer ein Ladestationskonzept zu entwickeln und wurde beauftragt, für den Förderantrag drei Angebote einzuholen. Der Betrieb eines Dörpscars und dessen Abrechnung müssen noch geregelt werden. Diese Aufgaben könnten zum Beispiel einem noch zu gründenden „Dörpsmobilverein“ oder einem schon bestehenden Verein übertragen werden. Für den Fall, dass für die Ladeinfrastruktur keine Förderung erfolgen sollte, wurde vorgeschlagen, eine Ladestation am Standort des Elektrofahrzeugs einzurichten, damit der Betrieb eines Dörpscars zeitnah aufgenommen werden könnte.

Wie verlautete, wurde es aufgrund vorliegender Berechnungen erforderlich, die Kindergartengebühren ab dem neuen Kindergartenjahr anzuheben. Schweizer: „Die Anpassung ist in sozialverträglicher Weise geschehen.“ Ab dem 1. August wurden die Elternbeiträge wie folgt festgelegt: Für die Betreuung über drei Jahre alter Kinder von 7 bis 14 Uhr lautet die Gebühr 155 Euro. Wird sie bis 16 Uhr in Anspruch genommen, kostet sie 189 Euro. Für die Nutzung der „Krippe“ durch Kinder unter drei Jahren von 7 bis 14 Uhr sind 195 Euro zu entrichten. Dauert sie bis 16 Uhr an, beträgt die Gebühr 250 Euro. Die Gemeindevertretung stimmte dieser Regelung einstimmig zu.

Auch wurde man sich einig, dass die bislang bis zum 31. Juli 2016 befristete Arbeit der Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Grundschule Klixbüll danach unbefristet – mit der Möglichkeit der Kündigung zum Jahresende – fortgeführt werden soll. Die Trägerschaft der OGS wurde auf den „Gemeinnützigen Verein für Jugenderholung“ übertragen. Für die ungedeckten Kosten kommt die Gemeinde Klixbüll auf. Auf Empfehlung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses wurde beschlossen, mit der Schulsozialarbeit entsprechend zu verfahren. Sie soll nach dem 31. Juli mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 18 Stunden fortgesetzt werden.

Die Gemeindevertretung beschloss „eine Kooperationsvereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit zur Realisierung gemeinschaftlicher Konversionsmaßnahmen am Bundeswehrflugplatz Leck auf Grundlage der von der Arbeitsgruppe ’Konversion’ einvernehmlich abgestimmten Konversionsplanung.“ Als Name für die geplante Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Leck sei „Landesunterkunft Südtondern“ vorgesehen.

Aufgrund eines Wassereinbruchs im Dörpscampus soll ein Sachverständiger beauftragt werden, sich mit der Ursache und den Kosten des Schadensfalls zu befassen. Vergleichsangebote einzuholen, sei nicht möglich, da im Bereich der Industrie- und Handelskammer Flensburg nur ein geeigneter Experte tätig sei.

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erstellt am 13.Mär.2016 | 13:46 Uhr

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