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Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 08:41 Uhr

Diskussionen um längere Öffnungszeiten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Seitens einiger Eltern besteht der Wunsch, eine Betreuung bis 17 Uhr zu ermöglichen / 18 000 Mehrkosten würden anfallen

Mit einer Vielzahl von Themen hatte sich die Gemeindevertretung Achtrup zu befassen. Heftige Diskussionen löste der vom Vorsitzenden des Kindergartenausschusses, Erich Kruse, vorgetragene Wunsch von Eltern aus, die Öffnungszeiten des Kindergartens zu erweitern. Eine noch laufende Elternbefragung geht von einer Öffnung bis 17 Uhr aus, die aber nur realisiert werden kann, wenn dafür mindestens zehn Kinder verbindlich angemeldet werden. Für Regelgruppenkinder würden Mehrkosten von monatlich 90 Euro, für Krippenkinder 110 Euro anfallen. Die Gemeinde müsste Mehrkosten in Höhe von jährlich rund 18 000 Euro abdecken. Die Gemeindevertreter beschlossen stimmenmehrheitlich, die Verlängerung der Öffnungszeiten zunächst noch einmal im Finanzausschuss beraten zu lassen. Grundsätzlich aber stimmten sie – im Hinblick auf entsprechende Regelungen in benachbarten Gemeinden – bei zwei Enthaltungen der Erweiterung der Öffnungszeiten bis 17 Uhr zu, sowie mindestens zehn Kinder verbindlich für die Nachmittagsbetreuung angemeldet werden.

Ein ins Auge gefasstes Pilotprojekt zur Mittagsversorgung der Achtruper Grundschulkinder besagt, die Küche der Grundschule in Ladelund in Anspruch zu nehmen, das Essen jedoch durch den Achtruper Hausmeister per Schulbus transportieren zu lassen, wenn sich mindestens zehn Kinder an dem Essensbezug beteiligen. Die Aussprache über das Vorhaben ergab aber derart viele offene Fragen bezüglich der Hygiene, der Temperatur der Speisen und Haftung im Falle erkrankter Kinder, dass das Gremium mit deutlicher Stimmenmehrheit beschloss, die Mittagsversorgung zunächst durch den SKS-Ausschuss beraten zu lassen.

Als Sprecherin des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport (SKS) meldete Berit Hangen, für die Schule lägen 16 Anmeldungen vor, während es nur elf Abgänge geben werde. Der Kindergarten sei mit 55 Kindern (45 Regel- und zehn Krippenkinder) voll belegt. Für das kommende Kindergartenjahr seien nur noch einige Regelplätze frei.

Für den Bau- und Planungsausschuss berichtete Matthias Carstensen, der Zaun am neuen Fahrradweg sei fertiggestellt worden. Bei der Überprüfung der Spielplätze seien einmal mehr viele Mängel festgestellt worden. Die beanstandeten Geräte würden zurückgebaut. In Kürze würden die neuen Fenster und Rolltore des Feuerwehrgerätehauses eingebaut.

Im Namen des Wege- und Umweltausschusses gab Norbert Nielsen bekannt, die Gräben seien ausgebaggert, die Sturmschäden – außer denen im Wald – weitgehend behoben worden.

Als Vorsitzende des Finanzausschusses teilte Inge Wagner mit, die Haushaltsansätze seien bislang – abgesehen von wenigen Ausnahmen – gut eingehalten worden. Vor der Mühle „Jenny“ sei eine Blumenwiese angelegt worden. Da die Arbeiten gesponsert worden seien, trage die Gemeinde lediglich die Kosten für das Saatgut.

Einen im Entwurf vorliegenden, bereits gründlich besprochenen städtebaulichen Vertrag für das Repowering von fünf bestehenden und den Neubau von drei Windenergieanlagen im Bereich Kalleshave segneten die – stimmberechtigten – Gemeindevertreter einstimmig ab.

Angeregt wurde, beim Ausbau des Wärmenetzes gleich Leerrohre für die Breitbandversorgung mitzuverlegen. Diese Vorleistung würde zwar Kosten in Höhe von 50 000 Euro verursachen, die jedoch zum Zeitpunkt der tatsächlichen Breitbandanbindung erstattet würden. Acht der Gemeindevertreter stimmten der vorgeschlagenen Regelung zu, drei enthielten sich.

Bürgermeister Uwe Matthiesen erinnerte daran, dass die Gemeinde Achtrup bislang jährlich zehn Cent pro Quadratmeter asphaltierter Straße beim Kreis Nordfriesland in eine Schwarzdeckenrücklage eingezahlt hat. Inzwischen habe sich herausgestellt, dass der Betrag nicht mehr ausreicht, die Unterhaltungskosten abzudecken. Er schlug deshalb vor, den einzuzahlenden Rücklagenbetrag zu verdoppeln, also auf 20 Cent pro Quadratmeter anzuheben. „Das eingezahlte Geld bleibt ja unser Eigentum,“ so sein Argument. Die Abstimmung über den Vorschlag ergab acht Zustimmungen und drei Enthaltungen.

Wie verlautete, wurde der Auftrag für die Umrüstung von 41 Straßenlaternen auf LED-Technik erteilt, die Kosten wurden auf rund 20 200 Euro errechnet. Da zunächst geplant war, weniger Laternen umzurüsten, seien im Haushalt nur 13 000 Euro bereitgestellt worden. Einstimmig beschloss die Gemeindevertetung, die überplanmäßigen Aufwendungen bezüglich der Umrüstung zu genehmigen.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 12:15 Uhr

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