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Nordfriesland Tageblatt

19. November 2017 | 02:33 Uhr

Dirkshof-Windprojekt vorgestellt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In Achtrup könnten neue Mühlen gebaut werden / Gesellschafter wollen sich gegebenenfalls an der Breitbandnetzgesellschaft beteiligen

von
erstellt am 27.Mai.2016 | 18:12 Uhr

Ein Windkraftprojekt zwischen den Ortsteilen Tettwang und Kalleshave war das Hauptthema bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Achtrup. Dirk Ketelsen, Vertreter des Dirkshof-Windprojekts, berichtete, dass unter Beteiligung der Landeigentümer eine vorläufige Gesellschaft gegründet worden sei, die das Planungsrisiko übernehme. Vorgesehen sei, dass die Bürger sich zu einem Drittel beteiligen können, sobald das Vorhaben genehmigt sei. Auf einer Fläche zwischen Tettwang und Kalleshave sei nach dem aktuellen Stand der Landesplanung die Ausweisung einer Windeignungsfläche vorgesehen. Drei Windkraftanlagen könnten dort errichtet werden. Von der Gemeinde erhoffe er sich eine positive Stellungnahme zu dem Vorhaben. Zugesichert werde, dass 100 Prozent der Gewerbesteuer in Achtrup verbleibe. Auf Nachfrage erklärte Ketelsen, die Windparkgesellschaft werde sich nach Genehmigung des Projektes an der Breitbandnetzgesellschaft beteiligen.

Angehörige der Gemeindevertretung kritisierten, die Bürger nur zu einem Drittel zu beteiligen, erscheine ihnen entschieden zu wenig. Ketelsen antwortete, wenn alle sich an dem Planungsrisiko beteiligen würden, könne man über einen anderen Umfang der Bürgerbeteiligung nachdenken. Die Gemeindevertretung vertrat den Standpunkt, dass unbedingt eine Gleichbehandlung aller Windplanungsgesellschaften erfolgen solle. Dies sei Voraussetzung für eine positive Stellungnahme. Unter diesem Vorbehalt stimmte sie dem Windenergie-Projekt zu. Die vorgestellte Potenzialfläche zwischen Tettwang und Kalleshave wurde als künftiges „Vorranggebiet mit Ausschlusswirkung“ vorgeschlagen.

Bürgermeister Uwe Matthiesen wies mit Nachdruck darauf hin, es gehe zunächst nur darum, der Landesplanung zu signalisieren, dass die Gemeindevertretung wünsche, die vorgestellte Fläche im Landesentwicklungsplan zu berücksichtigen.



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