Diebischer Klamauk

Spritzige Dialoge: Die Darstellerinnen ernteten viel Applaus.
Spritzige Dialoge: Die Darstellerinnen ernteten viel Applaus.

Die Lecker Gemeinschaftsschule boten 15 Schüler ein amüsantes Krimi-Theater

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09. Juli 2015, 12:49 Uhr

Wenn eine prominente Opern-Diva, Strandbesucher und zwielichtige Typen aufeinander treffen, kann etwas Unvorhergesehenes geschehen. Alexa Thiesmeyer haucht diesen Gestalten in ihrem Kurzkrimi „Wenn im Saal das Licht ausgeht“ Leben ein. Auf die Bühne im Forum der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au brachten das Stück nun 15 Schülerinnen aus dem Wahlpflichtkursus „Theater“. Das Lampenfieber war groß bei den jungen Akteuren. Seit vergangenem Herbst probten sie unter der Leitung ihrer Lehrerin Inken Kroeske mit viel Enthusiasmus die Kriminalkomödie. „Die Schülerinnen haben ihr Herzblut darein gelegt“, lobte sie.

Nun sollte die Premiere sein. Doch am Morgen mussten sich zwei junge Darsteller ausklinken, eine schnelle Lösung war von Nöten: Die Lehrerin übernahm einen Part, den anderen eine Schülerin als zusätzliche Rolle. Teamgeist war gefragt. Es musste ein wenig improvisiert werden. Aber davon bekamen die rund 60 Zuschauer wenig mit. Es klappte alles bestens. Witzig, spritzig setzten die Mädchen aus den neunten und zehnten Klassen die Dialoge um. Schnell wechselnde Szenen erforderten, dass die Laienspieler die Texte der anderen „im Ohr“ hatten. Trotz der klamaukartigen Handlung ein anspruchsvolles Unterfangen. Was war geschehen? Bei Blitz und Donner gehen die Lampen im Speisesaal eines Hotels aus. Aufregendes Durcheinander bricht aus, die Sängerin Tina Toledo vermisst daraufhin ihre wertvolle Perlenkette. Wer ist der Dieb? Der schnoddrige Charlie, die sparsame Frau Mückenhuber, der geheimnisvolle Herr mit der Sonnenbrille? Der Bettler Ole? Nach einigen Turbulenzen gelingt es mit vereinten Kräften, zwei gesuchte Bankräuberinnen festzunehmen und Tinas Perlen aufzuspüren: Die suhlen sich in der Tomatensuppe.

„Super gemacht“, lobte schließlich die Lehrerin, und das Publikum sparte nicht mit kräftigem Beifall.  

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