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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 19:57 Uhr

Die Seniorenbetreuung im Blick

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Für sein engagiertes Wirken in der Gemeinde erhielt Reinhardt Schulz jüngst den Lecker Bürgerpreis 2013 / Ein Interview mit dem 80-Jährigen

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 09:20 Uhr

Reinhardt Schulz steht seit zwölf Jahren an der Spitze des rund 450 Mitglieder starken DRK-Ortsvereins Leck. Er sieht sich jedoch nicht nur als Koordinator und Verantwortlicher, sondern arbeitet an der Basis mit, weiß wo der Schuh drückt. Der gebürtige Ostpreuße hält engen Kontakt zur Partnerstadt Birstonas, hat dort das litauische Rote Kreuz und eine Altentagesstätte mit aufgebaut.

Herr Schulz, Sie sind gelernter Einzelhandelskaufmann, zogen 1963 nach Leck und waren drei Jahrzehnte als Zivilbediensteter bei der Luftwaffe tätig. Wie wurde Ihr Interesse für den DRK-Ortsverein geweckt?
Reinhardt Schulz: Ich hatte immer etwas zu tun, habe mich beispielsweise für die Judo-Sparte stark gemacht. Nach meiner Berufstätigkeit wollte ich nicht stillsitzen. Das DRK suchte Fahrer, da habe ich mich sofort gemeldet.

Dabei blieb es nicht, Sie übernahmen immer mehr Aufgaben, ließen sich in den Vorstand wählen. Als Sie dann 2002 den Chefsessel bezogen, haben Sie gewusst, was auf Sie zukommt?
Nein, überhaupt nicht. Die Aufgaben waren vielfältiger, als ich gedacht hatte: Das Haus, zwei Wohnungen, drei Fahrzeuge mussten ja auch noch unterhalten werden. Als erstes habe ich im DRK-Haus ein Büro eingerichtet, zu dem der gesamte Vorstand Zugang hat. Dadurch wurde die Arbeit transparenter und die Zusammenarbeit leichter.

Ist die Zielsetzung Ihres Vereins die gleiche wie vor 20 Jahren?
Ja. In Leck haben wir uns die Seniorenbetreuung auf die Fahnen geschrieben und mit Erfolg durchgezogen. Die Bereitschaft und das Jugendrotkreuz sind mehr integriert worden und bilden jetzt mit dem Verein eine Einheit. Beide besitzen einen großen Stellenwert. Meine Aufgaben allerdings sind umfangreicher geworden. Ich vertrete den Verein als Gesellschafter in der Sozialstation Karrharde/Leck, bin dort im Aufsichtsrat und stellvertretender Vorsitzender in der Bürgerstiftung „Miteinander – Füreinander“. Außerdem habe ich mich für die Partnerschaft mit Birstonas engagiert, was viel Zeit kostete. Dort helfe ich nun, ein Jugendrotkreuz ins Leben zu rufen.

Sie feiern im März Ihren 81. Geburtstag und stellen Ihr Amt im April zur Verfügung. Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger?
Eine glückliche Hand und gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Alles andere läuft sich zurecht.

Wird Ihnen etwas fehlen?
Ganz bestimmt. Die regelmäßigen Arbeiten fallen weg, ich muss den Tag anders strukturieren. Doch ich werde weiter mit meiner Ehefrau Ursula, die übrigens aktiv im Verein mitgearbeitet hat, im Fitness-Studio zu finden sein. Und zu meinen Hobbys zählt das Reisen. Im Augenblick reizen uns Flusskreuzfahrten, Ende März geht es wieder los.

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