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Die nordfriesischen Vorfahren einer Amerikanerin

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erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Bredstedt | Am 11. April 1531 besiegelte Edde Fermann von Sterdebüll in der Hattstedtermarsch als Zeuge einen Darlehensvertrag. Die Urkunde im Landesarchiv in Schleswig war für Dr. Karen Marguerite Moloney der Ausgangspunkt für eine Annäherung an ihre Vorfahren. Die Professorin für moderne englische und irische Literatur an der Weber-State-University im US-Bundesstaat Utah fasste Erfahrungen und Ergebnisse ihrer jahrzehntelangen Familienforschung in Nordfriesland zusammen. Antje Arfsten vom Nordfriisk-Instituut sowie der Autor und Dramaturg Peter Nissen brachten das Werk in deutscher Übersetzung bei der vierten Veranstaltung der Reihe "23. Nordfriesisches Sommer-Institut" zu Gehör. Geschichten wie diese füllen die wissenschaftlich gesammelten Daten und Fakten mit Leben, so Dr. Paul-Heinz Pauseback vom Auswanderer-Archiv Nordfriesland in seiner Einführung im mit 120 Zuhörern gefüllten Theatersaal des Bredstedter Bürgerhauses.

Die Abstammungslinien von Edde, dem Fährmann zwischen Sterdebüll und der Insel Altnordstrand, bis zu seinen heutigen Nachkommen hat Karen Moloney zusammengetragen. Sie erzählt in ihrem Text von vielen Begegnungen und beschreibt die inspirierende Schönheit der nordfriesischen Landschaft. In historischen Szenen zeigt sie, wie es 1531 und 1532 zugegangen sein könnte beim Besiegeln der Urkunde: auf der Fähre und bei der Flut. Sie wolle, so schloss Karen Moloney auf Englisch, Informationen und Impressionen aus der Zeit der Vorfahren in die Gegenwart transportieren. Schließlich sei sie eines Fährmanns Tochter, schloss die Professorin auf Deutsch.

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