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Nordfriesland Tageblatt

19. August 2017 | 17:38 Uhr

Die Neue vom Charlottenhof ist da

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

„Schwaben-Express“ Lena Stevens leistet im Klanxbüller Kulturhof ihr freiwilliges kulturelles Jahr ab

Lena Stevens (18) aus der Nähe von Augsburg hat jetzt im Charlottenhof ihr freiwilliges kulturelles Jahr (FKJ) angetreten. Nach einem zweiwöchigen Praktikum im August geht es jetzt rund. „Es ist ein Sprung ins kalte Wasser“, sagt die Abiturientin, die sich erst einmal ein wenig umschauen möchte, bevor sie studiert. Kulturmanagement ist eine Option, da passt der Charlottenhof als multifunktionaler Veranstaltungsort perfekt. „Ich habe mich zentral beworben“, erklärt die Aindlingerin. Der kleine Ort am Litzelbach ist halb so groß wie Niebüll, verfügt aber über ein „Dorf-Orchester“. Dort hat Lena Stevens die Klarinette gespielt; von Filmmusik bis zu modernen Hits. Das Instrument ist natürlich mit in den Norden gewandert.
„Ansonsten kenne ich noch nicht so viel hier oben“, gesteht die Süddeutsche, die immerhin vor zwei Jahren auf Urlaub in der Nähe von Husum war. Doch nun ist ihr Nolde ein Begriff, das „Skandaløs-Festival“ hat sie schon mitgemacht, und nach Dänemark soll es auch bald gehen.

Als erstes Nahziel hat Lena Stevens gemeinsam mit der FKJ-lerin des Infozentrums Wiedingharde, Lynn Höfer, Sylt erobert. Die beiden wohnen in Klanxbüll Tür an Tür mit einer weiteren „Freiwilligen“, die im Kindergarten beschäftigt ist; man kocht und sitzt zusammen. „So ganz einsam bin ich also nicht“, sagt Lena Stevens, die auf musikalische beziehungsweise kunstaffine Vorfahren verweisen kann. Die Mutter ist ehrenamtliche Organistin, Onkel und Tante arbeiten am Stadttheater Regenburg. Einen echten eigenen Schwerpunkt neben der Musik will sich die „Nordfriesin auf Zeit“ erst erarbeiten.

Ihr Motto lautet „Schaun mer mal!“. Zu tun hat sie natürlich genug; denn es gilt, Newsletter zu schreiben, den Weihnachtsmarkt zu organisieren, die Aktualisierung der Homepage, die Betreuung der Veranstaltungen am Abend. Beim Konzert von der Gruppe „Nobody knows“ stand sie in der Küche, sprach später mit den Musikern. „Ich fühle mich wohl“, ist das erste Fazit, denn Angst vor Kontakten und Aufgaben hat sie nicht. Schließlich war Lena Stevens am Gymnasium im 15 Kilometer von Aindling entfernten Augsburg Klassensprecherin, arbeitete mit in der Schülermitverwaltung.

Die Musikauswahl für den Charlottenhof könnte ihr Spaß machen, persönlich schätzt sie deutsche Singersongwriter wie „Tonbandgerät“. „Ob sie vielleicht etwas vermisst im hohen Norden, beispielsweise die Hühner und Fische im Garten?“, lautet die Abschlussfrage. „Nein, eigentlich nicht, vielleicht nur die Zwetschgenknödel meiner Großmutter.“

Ganz besonders freut sich die freundliche junge Frau aus dem Wittelsbacher Land auf die Gruppe „ABBA Review“ am 25. September – ein Konzert, das übrigens schon ausverkauft ist.


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erstellt am 17.Sep.2015 | 10:49 Uhr

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