Die Natur spielt die Hauptrolle

 Das Nordpolarmeer und seine Bewohner stehen unter anderem im Mittelpunkt.
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Das Nordpolarmeer und seine Bewohner stehen unter anderem im Mittelpunkt.

Frühes Erscheinen sichert die besten Plätze, Anmeldung nicht notwendig: Green Screen ist am 11. August, 10 Uhr, zu Gast in Leck

shz.de von
07. August 2018, 06:00 Uhr

Machen Sie es sich bei Popcorn, einem Getränk oder Eis im Kinosessel bequem und lassen Sie sich überraschen: Es ist wieder Green-Screen-Zeit. Zum 12. Mal wird in Eckernförde Europas größtes Naturfilmfestival veranstaltet und dabei unter anderem der sh:z-Publikumspreis zwischen drei ausgewählten Streifen ermittelt. Die flimmern in 14 Städten Schleswig-Holsteins über die Leinwand. Zu Gast in Südtondern ist „Green Screen“ am Sonnabend, 11. August, im Deli-Kino in Leck. Beginn ist um 10 Uhr. Dann werden die drei für den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis des sh:z gezeigt. Der Eintritt ist frei, rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze. Am Ende dürfen die Zuschauer in Leck über ihren Favoriten abstimmen. Dazu liegen, wie gewohnt, Wahlzettel aus. Wie in jedem Jahr sind drei exzellente Naturfilm-Dokumentationen im Rennen.

Auf Wiedersehen Eisbär –lautet der Titel des Films von Asgeir Helgestad, die deutsche Produktion ist 52 Minuten lang und der erste der drei Filme, die für den Publikumspreis vorgeschlagen sind. Seit zwanzig Jahren ist das arktische Inselreich von Spitzbergen die zweite Heimat des Norwegers Asgeir Helgestad. Als Naturfilmer zieht es ihn immer wieder zu dem abgelegenen Archipel im Nordpolarmeer mit seinem erstaunlichen Licht, der weiten Landschaft und dem Gefühl, allein mit der Natur zu sein. 2013 begegnet Asgeir zwei kleinen Eisbären und ihrer fürsorglichen Mutter. In den nächsten vier Jahre sucht Asgeir immer wieder nach ihr und ihren Jungen. Doch mit steigenden Temperaturen sorgt der Klimawandel für dramatische Änderungen im Lebensraum der Eisbärenfamilie. Die ehemaligen Jagdgründe der Eisbären werden immer rarer, denn das Eis schmilzt in extremem Tempo dahin.

Der Kleine Panda wird über 50 Minuten im Film von Axel Gebauer dargestellt. Der Große Panda ist weltberühmt. Nur wenige kennen hingegen den Kleinen oder auch Roten Panda, der für Naturkenner zu den schönsten Tieren der Welt zählt. Verborgen in den Bambus-Dschungeln des Himalaya führt der Kleine Panda ein verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte. Der Film folgt einem Weibchen bei der Aufzucht seiner Tochter und zeigt die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim. Hier turnen Hanuman-Languren durch Magnolienbäume, balzen Fasane, die in allen Farben des Regenbogens schillern, geht das kleinste Landsäugetier der Welt, die Etrusker-Spitzmaus, auf die Jagd. .

Wunderwelt Schweiz – Das Tessin lautet der Titel des dritten Bewerbers um den Publikumspreis. Die deutsche Produktion ist 51 Minuten lang und ein Film von Mi-Yong Brehm. Von der rauen Bergwelt der Tessiner Hochalpen bis ins liebliche Muggiotal im südlichsten Teil des Tessins steckt kein anderer Kanton der Schweiz so voller Kontraste. Der Film zeigt in farbenprächtigen Bildern die ganze Vielfalt des Tessins. Herausragende Tieraufnahmen wie die Balztänze der Haubentaucher oder die Flugkünste der Rauchschwalben lassen den Zuschauer staunen und entführen ihn in eine der zauberhaftesten Regionen der Schweiz. Es ist die sonnigste und zugleich die regnerischste Region der Eidgenossenschaft. Schroffes Hochgebirge trifft auf mediterranes Klima und während im Norden noch Schnee liegt, blühen im Süden bereits Kamelien und Magnolien. Auf den Bergwiesen der Alpe Piora und Dötra liegen wahre Blumenmeere.

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