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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:15 Uhr

Südtondern : Die lange Nacht der Wahlhelfer

vom

Das letzte Ergebnis traf am Montagmorgen gegen 0.30 Uhr aus Süderlügum ein. In Rodenäs und Braderup entschied das Los.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 08:16 Uhr

Südtondern | Für die Mitarbeiter im Amt Südtondern und in einigen Wahllokalen wurde es eine lange Nacht. Der Montag war schon angebrochen, als um 0.30 Uhr im Amt Südtondern in Niebüll endlich das letzte Kommunalwahl-Ergebnis eintraf - aus Süderlügum. Für die Profis in der Behörde kam das nicht überraschend. "Wir hatten damit gerechnet", sagt Lars Feddersen und erklärt, woran es gelegen hat. 2008 nämlich war beispielsweise die Gemeinde Süderlügum noch in drei Wahlbezirke mit drei Wahllokalen aufgeteilt. Dementsprechend entspannt ging es hier zu. Dieses Mal waren nicht nur alle in einem Wahlbezirk vereint, die 892 Stimmabgabewilligen (wahlberechtigt waren 1876) steuerten auch das einzig verbliebene Wahllokal an. Lars Feddersen: "Hinzu kamen der mit 28 Kandidaten sehr lange Stimmzettel." Das alles zusammen kostete viel Zeit. Und ein weiterer Faktor kam hinzu: "Wir hatten in Süderlügum sehr viele Splitterwähler." Statt en bloc verteilten sie ihre Stimmen auf die Kandidaten verschiedener Parteien. Das machte das Auszählen nicht gerade einfacher.

Ebenso wie den Süderlügumern erging es den Wahlhelfern in Neukirchen und Ladelund. Auch deren Ergebnisse trudelten erst ein, als die meisten der Wähler wohl schon in den Betten lagen. Nach Hause gehen konnten die Mitarbeiter im Amt dann aber immer noch nicht. Sie mussten warten, bis alle Wahlunterlagen, verpackt in Plastikboxen, vollzählig abgegeben waren.

Mit deren Prüfung beschäftigten sich gestern Vormittag die Verwaltungsfach angestellten im Sachbereich I Sabrina Hinz und Robert Jessen. Die Umschläge verbleiben im Haus. Lars Petersen: "Nur die Kreiswahlniederschriften werden nach Husum an den Kreis weitergereicht." Ansonsten lief im Amtsbereich während der Kommunalwahl alles glatt. "Es gab nichts Auffälliges, Nachzählungen waren nirgendwo erforderlich. Das war eine runde Geschichte."

Zwei Besonderheiten: Die Gemeindevertretung Leck wird künftig aus 23 statt wie bisher 19 Kommunalpolitikern bestehen. "Schuld daran" ist das Abschneiden der CDU. Sie erreichte in vielen Wahlkreisen Direktmandate, so dass vier Überhangmandate an die übrigen Parteien fielen.

Für die Gemeinden Rodenäs und Braderup entschied gestern Abend um 18 Uhr im Gemeindewahlausschuss das Los über die endgültige Zusammensetzung des Gemeinderats. Der Grund für die Ziehung. In beiden Kommunen wurde der fünfte Platz jeweils von zwei, stimmgleichen Direktkandidaten belegt. Glück für die Fraktionen: Sowohl in Rodenäs als auch in Braderup stammen die beiden Fünftplatzierten aus ein und demselbem Lager.

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