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Bauprojekte : Die Gemeinde Risum-Lindholm wächst

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Von Zwergendorf bis Kunstrasenplatz:„Wir merken einen Zuwachs an Familien mit Kindern“, sagt der Bürgermeister.

Wer dieser Tage durch Risum-Lindholm fährt, erkennt unschwer, dass das Dorf in „Baulaune“ ist. Die Gemeinde wächst kontinuierlich: Die fünfzig Grundstücke im neuen Baugebiet „Breede“ sind schon restlos ausverkauft, drei neue Baugebiete sind schon wieder fleißig in Planung, davon zwei kleine in Klockries und Maasbüll und ein großes Baugebiet mit rund 40 Grundstücken in Lindholm. „Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist ungebrochen. Wir merken vor allem einen Zuwachs an jungen Familien mit Kindern“, sagt Bürgermeister Hauke Christiansen.

Mit einer steigenden Anzahl von jungen Familien steigt gleichzeitig der Bedarf an Krippen- und Kitaplätzen in der Gemeinde. Da kommt der Bau des neuen Kindergartens in Risum geradezu gelegen. Momentan steht noch die alte Kita, doch der Bauplan für die neue Kita ist beschlossen, und schon zu Ferienbeginn wird das alte Gebäude abgerissen. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs bewarben sich fünf Firmen mit fünf verschiedenen Entwürfen. Der Bürgermeister und die Gemeindevertretung entschieden sich einmütig für die Firma „Architektenpartnerschaft Limbrecht & Jensen“, die mit einem eindrucksvollen Entwurf die Gemeinde überzeugt hat. „Dåt latj Måntjetoorp“ (friesisch: Das kleine Zwergendorf) wird der Kindergarten heißen. Hinter dem Namen steckt der zentrale Gedanke, dass unterschiedlich hohe, nebeneinander angeordnete Gebäudegiebel zusammen eine eigene dorfähnliche Struktur für die Kleinen ergeben sollen.

Die Architektur des Gebäudes soll nicht nur funktional sein, sondern für die Kinder auch optisch eine heimelige Atmosphäre schaffen. Im Inneren wird viel Licht und Luft den Raum durchströmen, ohne dass er dabei zu breit und zu hoch wird. Der Standort der Kita bleibt in der Herrenkoogstraße, die sich laut Bürgermeister durch eine herausragende Lage auszeichnet. Direkt nebenan befinden sich der Sportplatz sowie das beheizte Freibad, außerdem schließt sich ein eigener Wald an den Kindergarten an. „Die Kinder werden viel draußen in der Natur sein“, so Hauke Christiansen.

Zehn neue Krippenplätze und 25 neue Kitaplätze wird die neue Kita schaffen und somit insgesamt 70 Kinder aufnehmen können. Für die Gemeinde ist das Projekt in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. „Wir haben es hier mit einem Objekt in der Größenordnung von zwei Millionen Euro zu tun“. 660  000 Euro davon deckt die Gemeinde durch Zuschüsse von Kreis, Land und Bund ab. Schon Ende Juli wird der Bau unter der Leitung von Leif Peters beginnen, und voraussichtlich im Frühjahr 2018 öffnet der neue, moderne Kindergarten seine Türen. Bis dahin kommen die Kinder im Pastorat in Risum unter.

Neben dem Kindergarten ist das nächste große Projekt schon in vollem Gange. Für die Fußballer des Vereins SV Frisia 03 ist er ein Segen: der lang ersehnte Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz in Risum. Von Oktober bis März waren die Plätze durch Nässe teils kaum bespielbar und die Trainingsmöglichkeiten somit begrenzt. Mit der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes wird das in Zukunft kein Problem mehr sein. Seit Ende April laufen die Bauarbeiten, voraussichtlich Ende August, passend zum Saisonstart, soll der Platz fertiggestellt sein. Den Bau hat die Firma Weitzel Sportstättenbau übernommen, die schon den Kunstrasenplatz für den TSV Niebüll verantwortet hatte. 7000 Kubikmeter Erde mussten herausgebaggert und schließlich durch 7000 Kubikmeter neue Erde ersetzt werden. Um den Kunstrasenplatz werden eine neue Tribüne gebaut und ein neuer Wall sowie eine Tartanbahn angelegt.

Insgesamt kommt das Vorhaben finanziell auf eine Million Euro, dafür bürgt die Gemeinde ganz ohne Zuschüsse. Doch Hauke Christiansen ist sich sicher, dass die Investition sich lohnt und die Gemeinde die richtige Entscheidung im Sinne des örtlichen Vereins getroffen habe: „Der Wunsch war schon lange da. Ich bin froh, dass wir die Idee endlich umsetzen konnten“.

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