„Die Gemeinde ist glücklich, dass sie euch hat“

Der Vorstand des Landfrauenvereins Achtrup.
Der Vorstand des Landfrauenvereins Achtrup.

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22. Januar 2015, 08:18 Uhr

„Damit das Möglichste entsteht, muss immer wieder das Unmöglichste versucht werden.“ Mit diesem Zuspruch eröffnete Anne Ingwersen, Vorsitzende des Landfrauenvereins Achtrup, die gut besuchte Jahresversammlung im Landgasthof „Achtruper Stuben“. In ihrem Rückblick auf die Vorstandsarbeit erinnerte sie unter anderem an eine Vertreterinnenversammlung in Kiel, einen Landfrauentag in Neumünster unter dem Thema „Die Welt, ein Dorf“, und die Mithilfe im Landfrauen-Café während der Norla in Rendsburg. Zwei Literaturtage in Leck hatten großen Anklang gefunden. Auch die Weihnachtsfeier war als voller Erfolg verbucht worden. Der Vorstand hatte sich insgesamt fünf Mal getroffen.

Über die sehr zahlreich angefallenen Aktivitäten in eigenen Ortsverein berichtete Schriftführerin Angela Steinborn. Zu den Themen der gehörten Vorträge hatten gezählt: „Lebensqualität durch Stoffwechseloptimierung“, „Medikamentenmissbrauch“ und „Bestattung – aber wie?“ Ausflüge nach Renz, Föhr und Tondern hatten zur Förderung der Gemeinschaft beigetragen, genau wie das Erntedankfest und die von Kindern der Grundschule Achtrup musikalisch ausgeschmückte Adventsfeier.

Die anschließenden Wahlen ergaben die jeweils einstimmige Bestätigung folgender Vorstandsangehörigen in ihren Ämtern: Birgit Breckling (stellvertretende Vorsitzende), Ingrid Boyschau (stellvertretende Kassenwartin), Angela Steinborn (1. Schriftführerin) und Martina Lohe (Beisitzerin). Zur neuen Kassenprüferin wurde Bärbel Reimann für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Um Vorschläge für Unternehmungen im angelaufenen Kalenderjahr gebeten, nannten Landfrauen eine Wiederholung der Kinotage, eine Wellness-Wochenende in Bad Segeberg, den Besuch eines Weihnachtsmarktes und einen Besuch des Kabaretts: „50 plus – Seniorenteller?“ Neu in den Verein aufgenommen wurden Tolke Schmidt, Frauke Ingwersen und Christel Barczyk.

Nachdem Anne Ingwersen allen Bezirksdamen für ihre ehrenamtliche Arbeit gedankt hatte, hob auch Bürgermeister Uwe Matthiesen deren Leistungen lobend hervor. Dem Vorstand rief er zu: „Die Gemeinde Achtrup ist glücklich, dass sie euch hat!“ Sodann bedachte er alle Helferinnen und Vorstandsdamen mit je einem Blumenstrauß.

Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel hielt der in Achtrup ansässige Bestatter Frank Gimball, unterstützt durch seine Frau Susanne, einen Vortrag zu dem Thema „Wenn die Gestaltung der eigenen, letzten Feier‘ nicht Anderen überlassen werden soll“. Um nicht eines Tages seine Verwandten damit konfrontieren zu müssen zu müssen, sich im Laufe seines Lebens um alles gekümmert zu haben, nur nicht um seinen Tod, sei es dringend erforderlich, beizeiten „Bestattungsvorsorge“ zu betreiben. Es komme somit darauf an, gemeinsam mit einem Bestatter nach einem Weg zu suchen, den eigenen Abschied vorab wunschgemäß mitzugestalten und die trauernde Familie finanziell abzusichern. „Jeder Mensch ist einzigartig, und so sollte auch sein letzter Weg sein“, konstatierte Frank Gimball. Die Thematik fesselte die Versammelten so sehr, dass die Aussprache über den Vortrag eine ganze Stunde in Anspruch nahm.





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