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Fliegen in Leck : Die Faszination des Fliegens erleben

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Von den rund 400 erschienenen Menschen mit Behinderungen gingen beim Flugtag in Leck mehr als 100 in die Luft

Zum 29. Mal veranstaltete die Sportfluggruppe Leck einen Flugtag für Menschen mit Behinderung. Und: Einmal mehr wurde er hervorragend angenommen. Obwohl nur 160 Teilnehmer angemeldet waren, erschienen tatsächlich gut 400 Personen. Sie genossen sichtlich das abwechslungsreiche Programm.

Der Aufforderung „Erlebt die Faszination des Fliegens“ folgten insgesamt etwas mehr als 100 Gäste. Verteilt auf fünf Sportmaschinen, erhielten sie Gelegenheit, sich bei Rundflügen das Amt Südtondern von oben anzuschauen, was ihnen besonders viel Freude bereitete, wenn die Route über eigenes Wohngebiet führte. Angehörige der Jugendgruppe des gastgebenden Vereins halfen den Menschen mit Behinderungen beim Einsteigen und leisteten ihnen auch beim Verlassen der Flugzeuge Hilfestellung.

Alle Organisationen, die sich mit der Rettung und Bergung von Menschen in Not befassen oder für die öffentliche Ordnung zuständig sind, waren am Rande des Flugplatzes vertreten, um ihre Fahrzeuge und Arbeitsweise vorzustellen sowie mit Interessierten rasante Spritztouren zu unternehmen. Diese wurden – besonders von den jüngeren Besuchern – begeistert angenommen. Auf dem Gelände kurvten ein Löschzug der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes, je ein Streifen- und Mannschaftswagen der Polizeistation Leck, sowie ein Dienstfahrzeug der Bundespolizei und eine Reihe von Motorrädern mit Beiwagen. Deren Fahrer waren – ohne Honorar – zum Teil von weither gekommen, um den Gästen durch Anbieten von Mitfahrgelegenheiten eine Freude zu bereiten.

Wer es beschaulicher angehen lassen wollte, durfte auf einem von einem Oldtimer gezogenen, durch eine Plane geschützten Anhänger Platz nehmen und gemächlich durchs Gelände zu zuckeln. Der „Trecker-Club Bredstedt-Land“ war mit einer attraktiven Ausstellung besonders betagter Vehikel vertreten. Unter diesen befanden sich bis zu 74 Jahre alte Exemplare der legendären Marken „Normag“, „Hanomag“, „Stock“ und „Lanz-Bulldog“. Zu beobachten, wie einige von ihnen vorgeglüht und per Muskelkraft angeworfen wurden, war schon ein Erlebnis besonderer Art.

Der Rettungshubschrauber „Christoph“ überquerte den Platz im Tiefflug und landete dort später sogar, wohingegen die erwarteten Fallschirmspringer – dienstlich verhindert – fernblieben. Interesse beim Publikum weckten auch die ausgestellten Flugzeuge der Modellbaugruppe der Sportflieger. Für gute Stimmung sorgte auch die von Stephan Lind geleitete „Band der Mürwiker“, die mit beliebten Oldies, aber auch mit selbstgeschriebenen Titeln aufwarteten. Wenn sie mal pausierte, sprang DJ Stefan Klütermann von den „Funky Jumpers“ mit „Musik vom Plattenteller“ ein. Das „Bürgernetzwerk Nordfriesland“, das sich auf ehrenamtlicher Basis für die Gestaltung eines lebendigen, generationsübergreifenden Zusammenlebens in seiner Region engagiert, war mit einem Stand vertreten, an dem es galt, per Schlagball knallbunte Holztafeln umzuwerfen.

Nachdem Ingo Scholz als stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Leck schon frühzeitig die Grüße seiner Gemeinde persönlich überbracht hatte, hieß der Vorsitzende der Sportfluggruppe Leck, Harald Callsen, alle Anwesenden willkommen. Sein besonderer Dank galt allen Unterstützern und Sponsoren, die geholfen hatten, den Flugtag in seiner bewährten Form zu realisieren. Dabei hob er Uto Peschke als Hauptorganisator des Events namentlich hervor.

Als Ehrengast begrüßte Callsen den Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, der sodann selbst mit einem Grußwort aufwartete. Harrsen sparte nicht mit Lob für den engagierten Einsatz so vieler Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für den der Sportfluggruppe, für das Wohl der Behinderten. „Unsere Gesellschaft steht vor der großen Aufgabe, die Inklusion auch wirklich zu leben, und da kann ich Ihnen bescheinigen, dass Sie hier schon ganz lange auf dem richtigen Weg sind.“

Von vielen Behinderten schon sehnlichst erwartet, erschien im Laufe des nachmittags Kai Christiansen als Double des „DJ Oetzi“, der mit seiner zum Tanzen reizenden Musik für Stimmung sorgte, bis die Zusammenkunft mit einem Grillwurst-Essen ausklang.

 

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erstellt am 14.Sep.2015 | 10:44 Uhr

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