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Demenztage in Niebüll : Die Denkfähigkeit im Visier

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Vom 29. bis 31. Oktober finden erstmals in Niebüll die Demenztage statt. Die Organisatoren wollen die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren.

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erstellt am 14.Okt.2014 | 06:45 Uhr

Die Stadt Niebüll lädt zu einer Reihe von Veranstaltungen ein, die sich mit der „Geißel des Alters“, der Demenz, befassen. Die 1. Niebüller Demenztage vom 29. bis 31. Oktober lösen in diesem Jahr die bekannten „Niebüller Gesundheitstage“ ab und wollen in Vorträgen, einer Theateraufführung und mit weiteren Aktionen informieren, wie mit dem Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten umgegangen werden kann.

Die Demenz, lateinisch „Demens“, bedeutet wörtlich übersetzt „ohne Geist“. Was der Volksmund als „tüdelig“ vereinfacht, bezeichnet die Wissenschaft als „degenerative Erkrankung des Gehirns.“

Die am häufigsten vorkommende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, die in der Regel jedoch erst ab dem 60. Lebensjahr auftritt, denn Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist das hohe Lebensalter: Während der Anteil Erkrankter bei den 65- bis 69-Jährigen bei rund einem Prozent liegt, sind etwa ein Drittel der über 90-Jährigen betroffen. In verständlicher Weise sollen nun die drei Niebüller Demenztage das Wissen um diese Erkrankung auffrischen und auch Tipps geben.

Die Angebotspalette für die drei informativen Tage, die der Sozialausschuss der Stadtvertretung angestoßen hat, ist breit gefächert. Zu allen Veranstaltungen (bis auf das Theater in der Stadthalle) ist der Eintritt frei. Organisiert werden die Niebüller Demenztage von Catharine Meseritzer (Ankergruppe, Niebüll Gath), Holger Heinke (Stadt Niebüll), Angelica Lorenzen und Angelika Lies (Kreis Nordfriesland) und den teilnehmenden Einrichtungen. „Viele Menschen gehen viel zu spät zu Fachkräften. Wir wollen daher die Bevölkerung sensibilisieren und die Furcht vor der Erkrankung nehmen“, erklärt Mitorganisatorin Catharine Meseritzer. „Man kann sich das Leben deutlich leichter machen, wenn man mehr über die Krankheit weiß.“ So gebe es in Nordfriesland eine Vielzahl an Anlaufstellen, die während der Demenztage aufgezeigt werden. Auch sollen die Angehörigen Betroffener mehr Hilfe erhalten, „damit sie sich nicht alleingelassen fühlen“. Und selbst diejenigen, die weder betroffen sind, noch erkrankte Angehörige haben, können erfahren, wie man sich im Umgang mit Demenzkranken richtig verhält. „Denn im Alltag kommt es häufig vor, dass wir zum Beispiel auf orientierungslose Personen treffen, die Hilfe benötigen.“

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