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Nordfriesland Tageblatt

24. November 2017 | 21:26 Uhr

Sicherheit : Die Deiche halten stand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Deichschau-Kommission lobt den guten Zustand der Landesschutzdeiche. Auf dem 40 Kilometer langen Nordabschnitt zwischen der dänischen Grenze und dem Sönke-Nissen-Koog gibt es nichts zu beanstanden.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 08:30 Uhr

Die Landesschutzdeiche auf dem 40 Kilometer langen Nordabschnitt zwischen der dänischen Grenze und dem Sönke-Nissen-Koog befinden sich in einem guten Zustand und sind wehrhaft. Mit dieser Eintragung schließt das Protokoll der turnusmäßigen Herbstdeichschau, die am vergangenen Wochenende durchgeführt wurde.

„Es ist ein tolles Gefühl, solch ein einhelliges Lob ins Protokoll diktiert zu bekommen“, freute sich Dipl.-Ing. Alfred Mordhorst, der für diesen Deichabschnitt verantwortliche Leiter des Baubetriebs 1 im „Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN).“ Eine der wesentlichen Feststellungen bei der Inaugenscheinnahme der Deiche war ein nicht mehr festzustellender Distelbefall – ein Ergebnis intensiver Arbeit einerseits gegen den erklärten Schädling für die schützende Grasnarbe, andererseits auch für die „vierbeiniger Rasenmäher“, deren Abtrieb vom Außendeich und Vorland, wie zu beobachten war, im Gange ist.

Deichschauen sind eine Art Rechnungslegung und Feststellung, ob die am Deich zu bewältigenden Hausaufgaben gemacht wurden, erklärte Regierungsbaudirektor Michael Heinrichs, der für Instandhaltung und Betrieb der Küstenschutz- und Hafenanlagen zuständige Fachbereichsleiter. Außerdem diene sie auch der Vorbereitung für die in einem Ernstfall durchaus möglichen Extremsituationen. Bei der Deichverteidigung und deren Vorbereitungen säßen viele Institutionen im Boot, blickte er auf die Vertreter von Bundeswehr, THW und Bahn, die gemeinsam mit den Vertretern der Sielverände regelmäßig an den Deichschauen teilnehmen.

Die am Rickelsbüler Koog beginnende Herbstschau wurde von Alfred Mordhorst angeführt. Auf dem grenznahen Platz wurde gerade ein Mix aus neuem und bis zu drei Jahre altem Treibselgut geschreddert und zur Ausbringung auf landeseigene Flächen und endgültigen Verrottung vorbereitet. An den Deichen gab es, wie der Verlauf der Schau ergab, keine nennenswerten Neuerungen.

Vor dem Galmsbüllkoog sind im nächsten Jahr Verbesserungen am Deichfuß geplant, um eine weitere Vernässung und Aufweichung zu verhindern. Im Süden des Hauke-Haien-Kooges werden letzte Schäden an der Grasnarbe beseitigt. In Schlüttsiel ist zurzeit eine zwei Millionen Euro teure Erneuerung der Maschinentechnik im Gange. Mit der Sanierung des dortigen Siels ist die Rendsburger Werft Nobiskrug beauftragt. Die Deicherhöhung vor Dagebüll zwischen Fährhafen und Jenswarft ist, wie zu erfahren war, für 2015 geplant.

Die sechsstündige Deichschau endete in Dagebüll, wo das Abschlussprotokoll unterzeichnet wurde.

 

 

 

 

 

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