Film ab ! : Die Chance für junge Regisseure

Freuen sich auf möglichst viele Hobby-Regisseure: Holger Heinke (Stadtmarketing), Marie Wilke (Kulturbüro) und Eugen Heimböckel.
Freuen sich auf möglichst viele Hobby-Regisseure: Holger Heinke (Stadtmarketing), Marie Wilke (Kulturbüro) und Eugen Heimböckel.

Stadtmarketing und Kulturbüro Niebüll bieten Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren einen besonderen Workshop an.

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03. Dezember 2014, 08:54 Uhr

Jeder hat das Zeug zum Filmregisseur. Gelegenheit, die eigenen Talente und Interessen auszutesten, haben Jugendliche im Alter zwischen 12 bis 18 Jahren beim Nordfriesischen Filmwinter vom 2. bis 4. Januar 2015 in der Jugendherberge Niebüll. Holger Heinke vom Stadtmarketing und Marie Wilke vom Kulturbüro haben sich erstmals für dieses Projekt mit dem Foto- und Videografen Eugen Heimböckel (33), den so mancher noch von den Dreharbeiten zu dem Niebüller „Happy Video“ vom vergangenen Sommer als zweiten Kameramann in Erinnerung haben dürfte, zusammengetan. Der gebürtige Husumer und gelernte Pädagoge, er arbeitet als Erzieher in einer betreuten Wohngemeinschaft, hat sich mit Filmen, der Musikvideo-Produktion für Bands („Torpus & The Art Directors“) und dem Fotografieren ein zweites Standbein geschaffen (www.heimboeckel.com). Er liefert nun auch das Know-How für den Workshop. Das technische Equipment stammt vom „Offenen Kanal Flensburg“.

Worum es geht, erklärt Marie Wilke: „Um filmen – vom Anfang bis zum Ende. Die Teilnehmer erlernen einzelne Produktionsschritte von der Ideenfindung bis zur Nachbearbeitung eines Filmes .“ Dabei können die jungen Filmemacher ihren Interessen und Vorlieben freien Lauf lassen. Denn: Es gibt keine Vorgaben – mit einer Ausnahme: „Auf das Leben“ heißt dieses Mal das Motto, und damit sind der Kreativität Tor und Tür weit geöffnet.

Die Gruppenanzahl richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer. Ebenso die Anzahl der produzierten Filme, die jeweils dreieinhalb bis vier Minuten lang sein werden. Drehbuchschreiben, Drehortsuche, Filmen, Schneiden: „Jeder wird seine Aufgabe bekommen, sich finden“, sagt Eugen Heimböckel. Der Regisseur hat sich der analogen Fotografie verschrieben, einem Hobby, „von dem ich einfach nicht mehr ablassen kann“. Er wird die Arbeiten begleiten, aber auch darauf achten, dass der Spaß nicht auf der Strecke bleibt. „Es soll alles nicht so straff sein, aber die Teilnehmer sollen auch lernen, ihre Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.“ Bewegungen, Musik, Gestik, Ton –all das wird zu einem Gesamtkonzept verarbeitet werden und dazu führen, dass die Jungfilmer stolz auf ihr Ergebnis sind.

Der Nordfriesische Filmwinter ist keine Eintagsfliege, sondern findet bereits zum sechsten Mal statt. „Wer einmal mitgemacht hat, kommt immer wieder“, weiß Stadtmanager Holger Heinke aus Erfahrung. „Wir hatten Teilnehmer, die jahrelang dabei waren, sich auch das jährlich stattfindende, einwöchige Sommerfilmcamp nicht entgehen ließen.“ Auch eine Weiterführung der Arbeit über die Offene Ganztagschule oder die Schulen hält Holger Heinke für möglich. Marie Wilke: „Die Teilnahme am Filmwinter kostet für das gesamte Wochenende inklusive der Voll-Verpflegung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen und Unterbringung 59,80 Euro. Das wäre beispielsweise ein tolles Weihnachtsgeschenk.“

Und vermutlich die Tür zu etwas Größerem. Erst im vergangenen Jahr machte eine Gruppe Niebüller Jugendlicher mit Philipp Jahnke, Bastian Köhn, Niklas Martensen, Janik Nissen und Jan Pörksen und ihrem Streifen „Renaturierung des Gotteskoog-Sees“ von sich reden. Beim „43. Internationalen Jugendwettbewerb“ unter dem Motto „Entdecke die Vielfalt – Natur gestalten“ wurde das Video zunächst in Niebüll mit einem Sonderpreis honoriert. Doch damit nicht genug: Von dem Streifen war die Landesjury dermaßen begeistert, dass sie ihm den ersten Preis seiner Kategorie verlieh. Auf Bundesebene räumten die Niebüller Hobbyfilmemacher im Alter zwischen 16 und 19 Jahren sogar den dritten Preis ab.

Also: Film ab.

Wer beim Filmwinter mitmachen will, wendet sich an das Kulturbüro, Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, 04661/601720, E-Mail kulturbueroniebuell@freenet.de, oder geht auf die Facebookseite des Kulturbüros. Anmeldeschluss: 16. Dezember.

Filmwinter: Der Ablauf

2. Januar: Ankunft  in der Jugendherberge (14 Uhr), Kennenlernen, Spiele und Filmgruppen bilden (16 Uhr),  abends: Ideen sammeln und Drehbuch erstellen;

3. Januar:  Drehtag;

4. Januar: Filmschnitte (8.30 Uhr); nachmittags Filmschnitte und Vorbereitungen;  Vorführung der Arbeiten  in der Jugendherberge (ab 16 Uhr).

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