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Strassenfest : Die 30. Auflage als „Riesending“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Niebüller Hauptstraßenvergnügen feiert am 7. Mai Jubiläum – den Tag bestimmen Künstler, Gaukler, Musikanten und der örtliche Handel.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2016 | 11:02 Uhr

Der HGV Niebüll gibt am 7. Mai einen aus. Grund für diese symbolisch gedachte Geste ist die 30. Auflage des großen Volksfestes, das seit seinem Start am 3. Mai 1986 auch heute noch den Namen „Hauptstraßenvergnügen“ trägt. Holger Jessen war es, der den Namen des Niebüller Straßenfestes aus Hamburg vom dortigen Alstervergnügen nach Niebüll importierte. Beim Namen und dem Vergnügen ist es seit dem Start geblieben. Und längst hat das Fest Kultstatus.

Wer nachrechnet, dürfte auf 31 Straßenfeste kommen. Stimmt, doch einmal – 1989 – musste es wegen des städtebaulichen Wandels in der Innenstadt ausfallen. Als das Hauptstraßenvergnügen startete, war Klaus Neubert HGV-Vorsitzender, Holger Jessen HGV-Schriftführer und -Organisationswart und gab es Namen in der Hauptstraße wie August Möbel und Meinert Holst und etwa 40 Geschäftsadressen, die anders lauteten als heute. Allein die Geschichte der Veranstaltung lief parallel zu einem Wandel, den die Stadt genommen hat, gesteuert von einem cleveren Magistrat, gestaltet von professionellen Planern und belebt von einem mutigen Kommerz.

Doch zum 30. Hauptstraßenvergnügen, dessen Zweck sich nicht veränderte: Es soll ein echtes Vergnügen und unterhaltsam-spaßig sein. Ist es auch bis dato geblieben – davon HGV-Geschäftsführer Holger Jessen und HGV-Chef Heinz H. Christiansen. Den Tag bestimmen Straßenkünstler, Gaukler, Musikanten und der örtliche Handel mit eigenen Aktionen. Das Bild umrahmen Luftballons, Seifenblasen, Flatterbänder und Farbenvielfalt – und vor allem froh gestimmte Menschen aus Stadt und Land und von weiter her. Die Stadt – einst eine klingende Meile von Knudtsen bis Aldi – gibt sich auch dieses Mal musikalisch bunt, wenn „Alike“, „Björn Paulsen & Band“, „Land in Sicht“ und „Atomic Playboys“ aufspielen und der Freie Fanfarenzug Niebüll zum Start des Festes aufmarschiert.

Essen und Trinken „satt“ werden wieder locken und in vielen Varianten auf der Zunge zergehen. „In dubio Prosecco“ heißt es an einem großen Weinfass. Kinderkarussell, Würfelspiele, Lukas zum Draufhauen, Glücksrad und Geschäfte, die vor ihre Ladentür gehen, schaffen Jahrmarktsflair. Und überhaupt lohnt eine Entdeckungstour die Hauptstraße rauf und runter.

Wer auch nur annähernd mitbekommen will, was es so alles gibt, sollte viel Zeit mitnehmen – Zeit, die mit dem Straßenfest so gegen 18 Uhr noch nicht zu Ende ist. Denn abends geht es weiter, und zwar ab 20.15 Uhr mit der Fete auf dem Rathausplatz und ab 22 Uhr im beheizten Partyzelt von Peter Raffelhüschen mit der Disco-Party. Es soll wieder ein „Riesending“ werden, sagt Holger Jessen.

Vor und nach dem Hauptstraßenvergnügen verdient dies noch Beachtung: Der Wochenmarkt am 7. Mai findet nicht auf dem Rathausplatz, sondern in der Böhmestraße zwischen AOK und VR-Bank statt. Dem Straßenfest am Sonnabend folgt am Sonntag, dem 8. Mai ein sportliches Straßenfest. Das ist der 22. Stadtwerkelauf des TSV Rotweiß Niebüll.


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