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Diamantene Hochzeit in Klanxbüll: Aus Spielfreunden wurden Eheleute

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sie kannten sich schon als Nachbarskinder, spielten auf Hoddebülldeich miteinander und behielten in der Jugend und in der Schule stets liebevoll ein Auge aufeinander. Nachdem er aus der Gefangenschaft wieder zu Hause war, „gingen“ sie miteinander, wie man so sagte – und beschlossen eines Tages: „Wir bleiben für immer zusammen.“

Heute feiern Andreas Jakobsen und Ehefrau Hertha, geborene Henningsen, im Landhaus „Nis Puk“, dem Pflegeheim für Senioren, das Fest der Diamanthochzeit. Andreas Jacobsen ist schon seit 2013 im Pflegeheim, seine Frau erst seit wenigen Tagen. Beide haben zwar gesundheitliche Probleme, tragen diese aber besser, seit sie wieder vereint sind.

Andreas Jakobsen wurde am 30. November 1925 als jüngstes von sieben Kindern bäuerlicher Eltern geboren, wuchs auf Hoddebülldeich (Emmelsbüll-Horsbüll) auf und besuchte die Volksschule Mitteldeich. Nach der Konfirmation 1941 blieb er zunächst zu Hause und wurde 1943 eingezogen. Den Krieg erlebte er an der Ostfront, in den Niederlanden und in Frankreich, wo er in US-amerikanische Gefangenschaft geriet und 1946 entlassen wurde. Daheim übte er auf dem elterlichen Betrieb den bäuerlichen Beruf aus, fuhr viele Jahre den Milchwagen zur Meierei und setzte sich 1989 im Alter von 64 Jahren zur Ruhe. In den Nachkriegsjahren trieb er Sport im TSV Emmelsbüll, TSV Neukirchen und dem SV Klanxbüll.
Hertha Jacobsen wurde am 21.November 1928 ebenfalls auf Hoddebülldeich geboren – und bestätigte, was ihr Mann aus der gemeinsamen Kindheit und Jugendzeit berichtete. „Es stimmt, dass es zwischen uns erst langsam klingelte“, erzählte die musikalisch begabte Senioren, die ins „Nis Puk“ ihr Akkordeon mitgenommen hat und den Mitbewohnern vorspielt. Hertha Jacobsen ging nach der Konfirmation 1943 als junges Mädchen in Stellung und war unter anderem in Haushalten im Gotteskoog tätig. 1954 entschlossen sich die jungen Leute „per Verlobung“ zur Heirat und wurden am 13. März 1955 von Pastor Rackow in der Emmelsbüller Kirche getraut. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor, denen je drei Enkel und Urenkel folgten. Die „Diamantene“ wird heute in kleinem Kreis gefeiert.

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