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Deutsch-syrischer Abend in Fahretoft: Ein Zusammensein mit allen Sinnen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 28.Feb.2016 | 14:50 Uhr

Rund 80 Dorfbewohner und Gäste aus umliegenden Gemeinden wurden in Arabisch und Deutsch zum Abend der Gemeinschaft im Hans Momsen Gemeindehaus in Fahretoft begrüßt. Eingeladen hatten der Bürgermeister von Dagebüll, die syrischen Neu-Fahretofter sowie deren Paten und Unterstützer.

Das gemeinsame Zusammensein entführte die Gäste mit all ihren Sinnen – riechen, schmecken, hören und sehen – in das Land Syrien vor dem Bürgerkrieg. Eine Zusammenstellung von Fotos einer Syrienreisegruppe aus dem Jahre 2009 mit dem Blick auf die damals noch nicht zerstörten und geplünderten zahlreichen Weltkulturerbe-Stätten faszinierte die deutschen und syrischen Zuschauer gleichermaßen. Begeisterung sowie rhythmisches Klatschen der Anwesenden entlockte ein syrischer Gast aus Elmshorn mit seinem Spiel an einer orientalischen Schellentrommel. Die zum Schmunzeln anregende orientalische Anekdote „Der schwangere Topf“ leitete dann endgültig zum Zugreifen auf ein überaus vielfältiges deutsch-orientalisches Büfett über, das syrische und deutsche Dorfbewohner mit viel Liebe hergerichtet hatten.

Zum Schluss wurde den Gästen in Deutsch und Arabisch ein Zitat aus Jordi Savalls „Hommage à la Syrie“ mit auf dem Heimweg gegeben: „Wenn die Stürme des Kriegs das Land peitschen, das Kreuzung von Zivilisationen war und so viel zur Geschichte der Menschheit beigetragen hat, ist es förderlich, an die Momente zu erinnern, in denen die Stimme des Muezzins den Raum am Himmel Syriens mit dem Glockenläuten teilte, wo sowohl das Christentum als auch der Islam sich durch ihre Vielseitigkeit auszeichnen: alle Glauben und Konfessionen beider Religionen sind präsent.“

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