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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 22:48 Uhr

„Der vierte König“ in der Stadtbücherei

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Schauspieler Wolfgang Welter las in der Stadtbücherei Niebüll aus einer Geschichte, die heute vor 2015 Jahren spielt

von
erstellt am 24.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Mit einer wunderbaren Geschichte, Kindern und jung gebliebenen Eltern vorgelesen vom Schauspieler Wolfgang Welter, verabschiedete sich die Stadtbücherei in ihren alljährlichen Kurzurlaub, um ihren Lesern kurz nach dem Jahreswechsel wieder zu Diensten zu sein. „Der vierte König“ hieß die Geschichte, aufgeschrieben von Ted Sieger, einem in Südamerika geborenen Weltenbummler, Tausendkünstler, Literaten und Trickfilmer, und vorgelesen vom Schauspieler Wolfgang Welter, den es von Düsseldorf nach Niebüll verschlagen hat.

Die Geschichte spielt auf den Tag genau vor 2015 Jahren in Bethlehem (heute Kleinstadt mit 30  000 Einwohnern im Westjordanland). Sie erzählt von den drei Königen Caspar, Melchior und Balthasar, die sich – beladen mit Geschenken – auf den Weg nach Bethlehem machten, wo in einem Stall ein König geboren werden sollte. Die drei Könige verabredeten sich mit ihrem Freund Mazzel, um sich vom Rand der Wüste aus auf den Weg zu machen – und zwar immer dem Stern nach.

Doch daraus wurde nichts. Auf dem Weg zu den Freunden wurden Mazzel und sein Kamel Chamberlin immer wieder von Menschen aufgehalten, die in Not geraten waren. Mal war es ein Nomadenmädchen, das er zu seinen Eltern führte, mal eine Kaufmannskarawane, die sich auf dem Nachhauseweg verirrt hatte, und eine verdurstende Pflanze, der er seinen letzten Tropfen Wasser spendete. Und er rettete Kinder, die als Sklaven gehalten wurden, und zog mit ihnen weiter. Ein Hirte erzählte ihm, dass König Herodes nach dem neugeborenen König suche und sicherheitshalber alle Neugeborenen umbringen lässt. Als er in Bethlehem ankam, waren Maria und Josef mit ihrem Kind namens Jesus Christus bereits nach Ägypten geflüchtet. Doch seine Wanderung nach Bethlehem war nicht vergeblich.

„Du warst nicht zu spät – und die ganze Zeit über mir“, verriet ihm eine Stimme und dankte ihm für alle die Hilfen. Diese Worte erfüllten König Mazzel mit Freude und Zufriedenheit. Er fühlte sich nun für die Kinder verantwortlich und entschied sich, nicht mehr König zu sein, sondern fortan als Kinderhirte zu leben.  

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